Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1472358
Einleitung. 
XlX 
Was nun diese V erfälschungen betrifft, so bestehen solche vor- 
Zügsweise in unechten Einfäillen, d. h. solchen, die nicht von der 
Hand unseres Künstlers herrühren, und bringe ich die verschiedenen 
Verfälschungen überhaupt unter die nachfolgenden fünf Categorien: 
1) Solche in denen unechte Einfälle in die Plattenränder ein- 
gedruckt sind. 
2) In denen sich hinter einem Striche auf einer anscheinend 
grösseren, breiteren oder längeren Platte entweder Ein- 
fälle oder Schrift befinden. 
In welchen entweder Original-Einfälle oder auch Figuren in 
den Darstellungen selbst aus dem Papiere ausradirt sind. 
Solche Abdrücke, welche von noch vorhandenen, jedoch 
nicht im Besitze der Nachkommen unseres Künstlers 
sich befindenden] , Platten gemacht worden sind , aus 
denen entweder 
a) einzelne Theile ausgeschliffen worden sind, oder 
b) in welche ein späterer, d. h. nicht von der Hand 
des Künstlers herrührender, Zusatz eingestochen 
worden ist; oder von denen 
c) nur einzelne Theile abgedruckt worden sind. 
Sogenannte „vom Künstler selbst weiss gehöhte" auf 
braunem Papiere gemachte Abdrücke. 
Ad 1) Diese wurden auf eine angefertigte zweite Platte, 
Welche womöglich die Grösse der Original-Platte hatte, einradirt 
und in die Original-Abdrücke eingedruckt. Sehr oft sind die 
SCharfen Platten-Eindrücke der Original-Platten auf dem Papiere 
durch das Aufdrucken dieser falschen Platten gänzlich geschwunden, 
oder wenn die unechte Platte grösser War, sind jene Eindrücke 
heim Abdrucken dergestalt ausgeglättet worden, dass der ursprüng- 
hclle Platten-Eindruck nicht mehr sichtbar ist. 
Diese Art der Verfälschung, welche die meisten Blätter ge- 
tmffen, von denen ich aber mit wenigen Ausnahmen nur je ein 
Exemplar gesehen habe, ist, nach Allem, was mir von glaub- 
würdiger Seite mitgetheilt wurde, aus der Hand des Kupferstechers 
Hßpfer in Berlin hervorgegangen. Eine zweite Hand scheint sich 
besonders in landschaftlichen Darstellungen, wie z. B. auf N0. 479
        

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