Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1472318
Einleitung. 
XV 
güttungen mitzutheilen, um solche in einem etwaigen später er- 
SCheinenden Nachtrag aufführen zu können, da es nur so allein 
möglich ist, eine unbedingte Vollständigkeit in der Aufzählung der 
Abdrucksgatttmgen des Meisters zu erzielen. 
Die an die Spitze der vollendeten Abdrücke gestellten Aetz- 
und Probed 1' ü e k e sind daher schon durch den Druck mit 
klein erer Schrift als keine wirkliche Abdrucksgattung bildend, 
bezeichnet werden; es Waren mehr Probedrücke, die der Künstler 
Zu seiner eigenen Belehrung oder Prüfung gemacht hat. Sie haben 
gewöhnlich Plattengrat und sind. zum Theil von solcher ursprüng- 
lichen Schönheit, dass sie den Originalzeichnungen IIDSGIGS Meisters 
nähe stehen; sie sind ferner auch vielfach von ihm selbst als 
METSIGY, zweiter, dritter Aetzdruck", „Probedruck", vauscrorri- 
girt" u. s.w. bezeichnet, und können daher auch noch als Auto- 
gfaläha betrachtet werden. Bei diesen Probedrfieken habe ich nur 
Einige sofort in die Augen fallende Merkmale mit „ z. B. " angegeben, 
und mich der unbestimmten Ausdrücke, als Uweniger vollendet", 
nVor vielen Vollendungen" u. s. w. nur dann bedient, wenn kein 
Zweifel obwalten konnte, dass es Aetzdrücke seien, und Specielleres 
Sich nicht wohl angeben liess. Bei einigen Aetzdrüeken habe ich 
die später in vollendeten Abdrücken sichtbaren Schatten mit Blei- 
stift eingezeichnet gefunden, deren Originalität ich jedoch bei 
manchen in Zweifel stellen möchte. Da mir solche Abdrücke in- 
dessen vorgekommen sind, wollte ich nicht unterlassen darauf auf- 
merksam zu machen. 
Die Bemerkung bei den Aetzdrücken „wie bei I., oder I. a)" 
bezieht sich nur auf die Schrift und die Einfälle, die 
Sich bei den ersten vollendeten Abdrucksgattungen befinden. 
Die von dem Künstler nach den Aetzdrüeken auf der Platte 
gemachten kleinen Veränderungen und Vollendungen folgen hierauf 
"l Chronologischer Reihe, und bestimmen die eigentlichen Ab- 
drllcksgattungen; sie sind als I. II. III. IV. etc. Abdrueks- 
g-ilttung; bezeichnet. Von diesen sind die I. Abdrucksgattungen, be- 
sonders der Calender-Kilpfer die werthvollsten; die schöne kalte 
Nadelarbeit, die in grösster Klarheit hervortritt, lässt diese Ab- 
drücke beinahe als hliniaturen erscheinen, wogegen oft schon 
bei der II. und den nachfolgenden Abdrucksg-attungen diese feine 
Nadelarbeit immer mehr verschwunden und zuletzt gar nicht mehr
        

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