Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1472249
VIII 
Einleitung. 
ständigen Arbeit herangewachsen, dass ich, hauptsächlich durch 
meinen Freund Herrn Rud. YVeigel angeregt, beschloss , dieselben 
zu vertnfentlichen, in der Hoffnung den Kunstfreunden und vor- 
zugsweise den Sammlern von Kupferstichen einen nicht unwill- 
kommenen Beitrag zum Studium unsers Künstlers zu licfesrn. 
Wiederholte ])urcharbeiturrg und Sichtung des Materials, sowie 
die irnansgesetzte Prüfung der Blätter, wobei sich Schwierigkeiten 
auf Schwierigkeiten häuften, liessen mich die Nothwendigkeit er- 
kennen, vorerst sämmtliche mir irgend zugängliche Sammlungen in 
Augenschein zu nehmen, bevor ich an die Herausgabe ging, um so 
viel als möglich eine Sicherheit des Urtheils zu begründen und zu 
befestigen. Die Schwierigkeiten dieser Aufgabe, die einen nicht un- 
bedeutenden Aufwand an Kräften, Zeit und Geld forderte, half mir 
indessen mein tiefes Interesse an dem Künstler glücklich überwin- 
den. So bin ich denn nach genauerDurchsicht von zivci und zivauzig 
in verschiedenen Städten Deutschlands befindlichen Sammlungen, 
die am Ende der Einleitung verzeichnet sind, an die Ausarbeitung 
des vorliegenden Werkes gegangen und hoffe so theils die mög- 
lichste Vollständigkeit in Aufführung der Abdrucksgattungen 
der Blätter des Blcisters erzielt, theils auch einen kleinen Beitrag 
zur Literatur des vorigen Jahrhunderts gegeben zu haben. 
Wenn ich nun den Kunstfreuntlen und Liebhabern die Resul- 
tate meiner Studien vorlege, so liegt es doch nicht in dem Plane 
und Zwecke des Werkes, eine ästhetische Schilderung und Charak- 
teristik des Meisters zu liefern; diess würde die Grenzen der Arbeit 
um ein Bedeutendes überschreiten, so wünschenswerth es auch er- 
scheinen mag, den Nleister in seinen künstlerischen Leistungen bis 
zu seinem Höhepunkte und auf seinem Rüekgange zu verfolgen. 
Wie aus handschriftlicheir Mittheilungen desselben hervorgeht, 
hatte schon in dem Jahre 1793 der Hofrath Wilh. Gottlieb Becker 
zu Dresden die Absicht eine solche (lharakteristik zu geben, 
denn nach dem mit ihm geführten Briefwechsel über ein Ver- 
zeichniss seiner Kupferstiche sagt er: "Becker wollte eine um- 
Hständliche Beschreibung der Chodowvieckfschen Werke liefern, 
"aber nicht blos in Absicht auf historische Ordnung, Seltenheiten 
„und Vorstellung der (legenstäintle, sondern auch in Absicht auf 
"den innern, philosophischen und dichterischen Kunstgehalt und 
„in Absicht auf die Kenntniss des menschlichen Ilerzens und der
        

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