Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1473304
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1770. 
Links steht der sie anweisende (lrutsbesitzer in einen Mantel gehüllt 
(das Portrait von Labes). G") 
Unten in der Mitte im Portale die Inschrift "IPSORUM TUNC IMPERA- 
TORUM MANIBUS COLEBANTUR AGRI Plinzus " 
Unten Rechts am Würfel  Chodowiecki. f." und Links am untereii Platten- 
rande eine Vermessunwslinie. 
Die ersten schönsten Abdrücke sind auf dvlinneres gelbliches Papier, wo man 
auch Plattengrat in den Rändern bemerkt; die späteren auf stärkeres weisses 
Papier abgedruckt. 
In den Aetzdrücken ist z. B. weniger Luft, und in einem Abdrucke bei Thicrmrum 
sind die Schatten auf dem Felde, in den Bäuxnen u. s. w. mit Bleistift corrigirt. 
Verfälschter Abdruck:  
Oben Rechts: eine kleine Landschaft, worin ein Backofen, in Zeichnungsmnnicr. 
was. 
Romanzoffs Sieg über die Türken den 1. August 
1 77 O am Kahul (Kartal). 
Stich-Breite S" 372m, Höhe 6"  
In der Mitte ist die Eroberung des fast unbefestigten türkischen 
Lagers durch die im Sturmsehritt anrückenden Russen dargestellt. 
Links die Zelte des Grossveziers ; nach Rechts an dem linken Ufer 
des Kabul-Flusses flieht bereits die türkische Ileiterei. Im Hinter- 
  h Rechts eine Stadt Im Vorder- 
grunde ein Gebirge und nae   
grunde auf einer Erhöhung der nach Rechts zu sprengende General, 
welcher von dem Links mit seinem zahlreichen Gefolge befindlichen 
Feldmarschall Ronianzoif Befehle erhält. Daneben Links plündert 
ein Kosak einen Koffer, ein anderer Russe hält einen gefesselten 
Türken , an einen Baum sind ROSSSClHVGIfB gelehnt, und Turbane, 
Säbel etc. vorn auf der Erde zerstreut. 
Unterschrift „ Victoirc remporteefzu" Les Turcs Z0 lfAout 1770." 
par Z'Arme'e Iifufse azm: Ordres du General Felrl-lllareclzal Comte de Romaizzoßi" 
Unten Rechts  Im): et Graväp. I). Chodowießki." 
Ein als „ er ß er Ü; b ru (f " bezeichneter Abdruck ist in allen Theilen noch unvollendet. 
Ein z w ei t e r A e t z d ru e k ist schon mehr fertig und in einem Exemplare viele Schatten 
mit Bleistift cincorrig-irt. Beide Abdrücke sind vor alle 1' Seh rift und in der Sammlunw des 
Herrn Thiermann. In der Sammlung des Ei-zlierzogs Albrecht in Wien ist ebenfalls ein z w eai t c r 
A etz d ru c k , wo die spätere Unterschrift vom Künstler mit Tinte darunter geschrieben ist. 
Bei Hertel betindet sich ein Probedruck, jedoch schon mit der S clirift, und mit Grab- 
stichelarbeit in der Links vorn befindlichen Figur des Russen , allein noch vor dem Schatten 
Rechts auf dem Fussboden , sowie die Platte im Mittelgrunde noch nicht vollendet ist. 
Verfälschte Abdrücke:  
1 A f elbwefärbtes Papier. 
ii Ober? Liiiis am Himmel fliegt ein Adler nach der Mitte.     
3) Am Himmel Rechts neben dem Pulverdampf fliegt eine Victoria init zwei Posaunen nach Links. 
4) An derselben Stelle diese Vietoria mit nur einer Posaune. L b k d l 
5) In der Mitte der Luft iiießt nach Links ein Adler mit einem or eer ranze, en er ierunterlässt. 
6) Ebendaselbst streckt einebHand einen Palinzweig aus den Wolken heraba  
7) Unten Links im Rande t ein nach Links laufendes Pferd und eine mannliche Figur. 
65) "üben ßaron man ßaßeä Iieü biefe Sßlattc niig feinen; ßiibllifft bagauf, nerfertigen, um hie 
Hllrßarmarbung einer? unfrudytßaren Gteinacferä auf uemezi (äjuteru gu veremzgen." 
„5Der Baron Iieii mebrcre (Exemplare auf Slltlaä abbruefen , unb ncrfüßmfte fie an Summ , aß 
"ibeefen auf Elcinen Sllrßeirätifdpen gu gebrauchen." Handschriftlich vom Künstler. 
Diese scheinen von allergrösster Seltenheit, fast einzig, zu sein, denn nie ist mir ein solches vor- 
gekommen, weder durch eigene Anschauung in irgend einer Sammlung, noch in einem Cataloge.
        

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