Volltext: Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche ([Hauptbd.])

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Die ersten Abdrücke sämmtlicher vier Vignetten sind zu der gedruckten 
höchst seltenen Leichenrede angewandt, sie sind aber nicht mit der Sorgfalt 
abgezogen , wie die späteren auf stärkeres Papier einzeln abgezogenen 
Abdrücke. 
In den Aetz drücken haben z. B. die drei Stufen an der Vorderseite noch keine senk- 
rechten Striehe. In Ilertelis Sammlung findet sich ein allererster" Druck, wo diese und N0. U5. 
sich auf einer noch u n z e rs c h n i t t e n e n Platte befinden. N0. 65. ist oben auf der Kßpfsßifß 
und in der Mitte durch einen Strich getrennt, und_die Platte G"  hoch. 
Verfälsehte Abdrücke: 
1) Ueber der Figur der Holfnung fliegt ein Schmetterling. m) 
2) Rechts in der Ilöhe des Acker-s: ein kleiner männlicher Kopf, Profil nach Rechts. 
3) Oben Rechts: ein geflügelter Engelskopf (Cherubirny- 
4) Oben Dnks : ein weiblicher Kopf mit Schleier cn faee. 
5) u u Profil eines Mannes mit Periiclfe" nach Links.  
65. D i e me n s chlic l1e Eit ellieit. Auf einem Consol liegt eine 
Blbel , auf welcher ein Todtenkopf, eine Sense, e1n Eichen- 
zweig, ein geflügeltes Stundenglas und eine Urne steht. Rechts 
eine antike Lampe, aus welcher Rauch emporsteigt. 
Sehlussvignette, am Sehlusse der Seite S eingedruckt. 
Dieselbe Vignette noch einmal verwendet s. N0. 437.  
Unten Links in verkehrter Schrift „ D: Chodow-ieeki". 
Platten-Breite 4" 372m, Höhe 2"  
Die erstenAetzdrücke befinden sich mitNo. 64. auf einer unzerschnittenen Platte. 
Verfälschte Abdrücke:  
1) Rechts ist der Rauch grüsser, und ist dessen äusserstes rechtes Ende bis zu dem Abstande 
von 4'" vom Plattenrande entfernt. 
2) Oben Rechts : ein auf einem Buche ruhender Tndteixkopf.   
3) Oben Links: ein mit einem Tuche behangcner nach Rechts geweudeter weiblicher Kopf. 
4) Links: zwei kleine männliche Portraits. 
66. Ein e U h r auf einem Consol , auf Welcher oben eine Lampe 
dampft. Der Zeiger weiset d1e Sterbestunde der verblichen en 
WVittwe Daum , die Zahl I , und um dle römlschen Zahlen des 
Ziiferhlattes steht die Umschnft „ DUM STARE VIDETUR. UT 
CUSPIS. SIC VITA FLUIT." [m inneren Z1fferblatte unten „xxvnr 
FEBRVAY '   
Vivnette, womit der Text he innt, a. N o. 60. 
z: g 
Unten Rechts "D: Chodowieckif". 
 ,  1, n 
Platten-Hohe 3 '  Breite 1 87,  
Einen A e t z dr u ck erwähnt Jacoby auf S. X seines Verzeichnisses. 
V e r fäls ch t er A b d ru c k : Oben Rechts: ein geflügelter Engelskopf (Cherubim). 
'67. 
Die ökono mische Trophäe von Labes. 
Platten-Breite 12" 672m, Höhe 10"  
Durch ein Portal mit vier dorischen Säulen, auf dessen Giebel 
das Labeäsche Wappen , sieht man im Vordergrunde einer Land- 
schaft , bei einer in der Mitte stehenden ökonomischen Trophäe, 
Bauern vermittelst einer Walze einen grossen Stein fortwälzen. 
64) Heu Linck in Berlin hat sich geirrt, wenn er solche Abdrücke im Deutschen Kunstblatt 1851. 
No. 35. als "xehr selten" bezeichnet. Ohne grosse Anstrengung sieht man, dass diese Psyche ein- 
gedruckt ist!  
Chodowiecki. 7
	        
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