Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1473148
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1767. 
Lavaysse, giesst stärkendes WVasser auf ein Tuch , welches die alte 
treue Magd J ohanne Viguiere in der Hand hält. Links zur geöff- 
neten Kerkerthüre, an deren Seiten zwei Soldaten stehen, treten 
zwei Mönche herein, von welchen bei dem hintersten nur der 
Kopf sichtbar ist. 
Der Künstler hat diese tief ergreifende Darstellung zweimal gestochen. 
Erste Platte") 
Stich-Breite 15"  Höhe 10"  
Der Mönch hat k e i n en R 0 s en kr anz in der Hand; auf dem Kopfe 
tragt er ein liäppchen und keine über den Kopf gezogene Kutte; an der rechten 
Seite der Stirn fallen die Haare, hinter das rechte Ohr gestrichen , auf seine 
Kutte, und unten ist nur sein Rock, und zwar 2'" Links vom Gewehre des Sol- 
daten sichtbar. Bei dem Kerkermeister befindet sich das linke kniende Bein 
vor dem unteren Theile des rechten Beines, so dass man nur Dreiviertel Tlieil des 
rechten Fusses sieht. An dem Schlüsselbunde neben ihm sieht man nur sie b en 
Sehlussel, und seine Haare sind hinter das linke Ohr gestrichen. Die Gewehr- 
spitzenhinter dem Hute des zweiten Soldaten fehlt. Der Zopf des ersten Soldaten 
geht uber den breiten Riemen hinaus. Die Quadern der Hinterwand sind voll- 
ständig sichtbar. 
Das Blatt trägt keine Schrift, ebenso wenig hat es eine Einfassungslinie. 
a) "(Srfter auß corrigirtcr Qlgibrutf her erften llllatte 1767", so eigenhämlicr miyiiinte 
11119-911 Rechts Vßm Klll1SVllCl' bezeichnet, befindet sich auf der Berliner Academic Sie für die 
zweiten Aetzdrücke bestimmten Schatten sind bei diesem Exemplare mit blauschx-varzer Tusch- 
farbc vom Meister selbst aufgetragen. 
Der Rechts stehende Soldat hat noch keine Augen; das Wappen auf der Patrontasche des 
Links stehenden Soldaten ist unbeschadet, und unten Links am Stichrande befindet sich eine 
kleine runde Stelle, wo das Aetzwasser nicht gefasst hat.  
Ein gleicher erster Aeltzdruck ist in der HertePseben Sammlung. 
b) N0. 48. smart: Qlgbr: 11er 5B! itte" so eio-enhändiw mit T' t t 
KÜIISÜCT selbst benannt, befindet sich adf der läerliizeiiaitcadcmie. m e um en Rechts vom 
Das Blatt ist weiter vollendet, jedoch hat das Ganze ein rauhcs, schwarzes Ansehen be- 
kommen und ist veratzt. 
Ein zweites Exemplar belindet sich in der I-Iei-tellsclieim Sammlung und ein drittes weni er 
schwarz erscheinendes bei Thiermann. Mehr Abdrücke dieser Platte sind mir nicht zii Gesäß 
gekommen. 
Zweite Platte. 
Stich-Breite 15" 67.1", Höhe ll". 
Mit Einfassungslinien. 
Der Mönch Z einen Rosenkranz in der Hand haltend, trägt, wie auf der 
ersten Platte , ein Käärpchen auf dem Kopfe und hinter das rechte Ohr ge- 
strichene Haare. Das ink_e Bein des Kerkermeisters verdeckt den Fuss des an- 
dern Beines nicht, und seine Haare fallen über das linke Ohr lang herab Am 
Schlüsselbunde sieht man acht statt sieben Schlüssel. Hinter dem Hute des 
Rechts stehenden Soldaten ist eine Bajonetspitze sichtbar. 
a) "N0. 48. erfter Sllgbrixrf bar Smcnten äBIcitte." voi- aller Schrift, unten nach 
Links eigenhändig mit Tinte vom Künstler so bezeichnet, befindet sich auf dem Künirrl Ku fer- 
stichkabinct in Berlin , und unten Rechts ebenfalls vom Künstler mit füllte veschrielien  P11- 
ventä, pcint (j- graväpar D. Chorluwiecki a Berlin 1767." D  H i 
Die genannte Baicnetspitze ist weissqind die Quadern des Gewölbes sind noch alle sichtbar 
In einem gleichen ersten Aetzdruckc der Hertelschcn Sainmlunv wo auch (115 fl 
gcsclilagenediuch oben auf b eid en Seiten noch k ein e von Reclxtsiiiach Links gclijersdiziii zdili- 
goiia en Striche hat, ebenso fehlen der Gattin des Calas noch die Augenbrauen und ist der 
obere Theil der Nase nur schwach angegeben.  
49) ,(Siiie im Qleßen miälimgene 213mm. ßic bei-nach ab (rlii an 
matte." ll-Iandscliriftlich vom Künstler. g l ) ff Hub mm. "um" geüudim
        

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