Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Werke Lübeckischer Maler in der Gemäldesammlung des Museums zu Lübeck
Person:
Lütgendorff, Willibald Leo von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471375
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471495
oäoäototo!atototggotototoäototototatotototototota! 
hundert hier arbeitenden Maler waren mit wenigen Ausnahmen nur 
bessere Handwerker, und die wenigen unter ihnen, deren Arbeiten 
auf den Titel Kunstwerke noch Anspruch machen konnten, hatten 
ihr Können in der Fremde erworben und wurden von den zunft- 
mässigen Malermeistern eifersüchtig überwacht und angefeindetff 
Gab es nun keine lübeckische Schule mehr, so gab es doch 
fortgesetzt Maler, die entweder Söhne unserer Stadt waren und in 
der Fremde ihr Talent entwickelten oder Fremde, die sich hier 
niederliessen und denen Lübeck zur zweiten Heimat wurde. Wir 
finden also in der Kunst dieselbe Erscheinung wie auf allen anderen 
Gebieten: Lübeck bringt Talente hervor, die es an die Fremde ab- 
giebt und ergänzt seinen Besitz wieder durch Aufnahme neuer 
Kräfte, die neues Blut und neuen Geist mitbringen. 
Zu allen Zeiten zogen hiesige Künstler in die Ferne, lübeckische 
Cilasmaler wurden bis nach Italien berufen und wie viele lübecker 
Maler, die früher und später nach Holland und Flandern wanderten, 
sind wohl dort sitzen geblieben, wie der ßMeister Jakob aus Lübecks, 
den Albrecht Dürer als ständigen Maler Wilhelms von Rogendorf, 
des Statthalters von Friesland, im Jahre 1520 zu Antwerpen kennen 
lernte? Er muss ein tüchtiger Künstler gewesen sein, der Statthalter 
hätte ihn sonst gewiss nicht in seine Dienste genommen und Dürer, 
der nur mit den Besten umging, ihn nicht durch seine Freundschaft 
ausgezeichnet." Aber auch unter den ältesten, hier urkundlich nach- 
weisbaren Malern werden schon verschiedene Eingewanderte ge- 
nannt, die Zahl derselben nimmt mit dem Niedergang der ein- 
ä: 
äßßk 
Vgl. Dr. Hasse ßBurckh. NVulffa, xAus der lübeckischen Malergeschichtex etc. 
In Albrecht Dürers Tagebuch seiner niederländischen Reise heisst es: 
(1520), Item ich hab Meister Jacob von Lübeck geconterfeiet mit dem Kohln, 
der hat meinem Weib einen Philippsgulden geschenkla; 
einige Zeilen weiter unten: 
altem hab Meister Jacob, des von Roggendorffs Maler mit dem 
Kohln conterfeta      
  und ein solches (Hädrenes) Schälein (Schale aus Flader d. i, 
Ahornholz) hat auch Meister Jacob, Maler von Lübeck, meinem 
WVeib geschenkt. 
1521, Ich hab dem Meister Jacob zween  Hieronymus in Kupfer ge- 
stochen geschenkt. 
1, Juli I52I. Mehr 3 Stiiber (als Trinkgeld) Meister Jakoben Knecht.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.