Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Werke Lübeckischer Maler in der Gemäldesammlung des Museums zu Lübeck
Person:
Lütgendorff, Willibald Leo von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471375
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471747
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handelte dieser Absicht gemäss, als sie den Karton 1893 unserer 
Sammlung einverleibte. Einen Stich nach dieser Komposition führte 
Rohrdorf aus. 
Gleichzeitig und aus derselben Hand erhielt die Sammlung 
noch einen weiteren Karton von Overbeck, auf dem wir Christus 
erblicken, der sich auf dem Berge bei Nazareth seinen Verfolgern 
entzieht. Die Komposition entstand auf Bestellung des Papstes 
Pius lX., der die Decke des Zimmers, in dem Pius VIl. von 
Napoleon l. gefangen genommen worden war, durch ein auf diese 
Thatsache anspielendes Gemälde von Overbeck schmücken wollte 
und dabei die Wahl des Gegenstandes dem Künstler überliess. 
Overbeck hatte keine rechte Freude an diesem Auftrag, aber er 
fügte sich, und am 30. August 1847, also schon zwei Tage nach 
der ersten Anfrage, ob er ein derartiges Gemälde ausführen wolle, 
überreichte er seinen Vorschlag. ßEin geeigneter Gegenstandß führte 
er aus, wie bei Howitt-Binder zu lesen ist, r-rscheine ihm die Er- 
zählung der heiligen Schrift, wie der Heiland von den Juden in 
Nazareth aus der Synagoge hinausgestossen und auf dem Gipfel 
des Berges, verfolgt, seinen Feinden auf wunderbare Weise ent- 
schwunden ista im Herbst 1848 hatte er die Skizze zu dem Bilde, 
eine kolorierte Zeichnung, vollendet, inzwischen aber brach auch 
in Rom die Revolution aus, am 10. Februar 1849 ward die römische 
Republik proklamiert und erst im April 1850 kehrte Pius IX. nach 
Rom zurück, und nun erst konnte Overbeck an die Ausführung 
des auf Leinwand in Temperafarben gemalten Bildes gehen, das 
1857 fertig und am 30. Mai nach dem Quirinal gebracht und an 
seinem Platze befestigt wurde. Zur Erklärung des Bildes schrieb 
der Künstler an den Grafen F. Thun, i;     dass in der Gruppe 
der auf den Herrn leidenschaftlich vordringenden Juden die vorderste 
Figur einen eifernden Pharisäer, die andere, die im Begriffe ist, sein 
Kleid zu zerreissen, einen Sadducäer und die dritte mit über den Kopf 
gezogenem Mantel, den princeps synagogae darstellen soll; die übrigen 
aber das von diesen aufgehetzte Volk. Dass die Engelsköpfchen, die 
sich den Füssen des Herrn als Träger anbieten, auf die bekannte 
Stelle im Psalm anspielen: ßEr hat den Engeln deinethalben ge- 
boten etcß, das würde sich wohl auch selbst dargeboten habenm
        

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