Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Werke Lübeckischer Maler in der Gemäldesammlung des Museums zu Lübeck
Person:
Lütgendorff, Willibald Leo von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471375
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471689
otatototototototaäaäatototataäotototototitatotcta! 
vorzügliche Leistung gelten  so dass die Annahme, dass dieser 
Wiencke, über den ich sonst nirgends etwas erfahren konnte, in 
Beziehungen zu Gröger und Aldenrath stand, berechtigt erscheint. 
War Gröger nur vorübergehend in Lübeck, so hat sich ein 
anderer, gleichfalls erst hier eingewanderter Maler, Johann Baptist 
Hauttmann, dauernd in unserer Stadt niedergelassen. Er war 
1756 zu Walthurn in der Oberpfalz geboren und arbeitete in Berlin, 
von wo ihn Senator Mattheus Rodde als künstlerischen Leiter der 
von ihm gegründeten Tapetenfabrik im jahre 1795 hierher berief. 
Unter der umsichtigen Leitung des erfahrenen Mannes versprach 
das Unternehmen sich schön zu entwickeln, Hauttmann zeichnete 
alle figürlichen, landschaftlichen und ornamentalen Vorlagen für die 
Fabrik,  da brach mit der Vergewaltigung Lübecks durch die 
Franzosen eine traurige Zeit an, Handel und Industrie lagen dar- 
nieder und Bürgermeister Rodde war gezwungen, im November 
1810 den Konkurs anzumelden. Die Fabrik ging ein, Hauttmann 
aber blieb hier und fand als Porträtmaler und Zeichenlehrer auch 
fernerhin sein Auskommen. Seine Porträts sind gut gezeichnet und 
sorgfältig durchgeführt, und wenn ihm auch der glänzende Vortrag 
und die vornehme Auffassung Grögers gänzlich fehlte, so ent- 
schädigt er dafür doch durch seine schlichte Ehrlichkeit. Unsere 
Sammlung besitzt zwei Gemälde seiner Hand, beides Familienbilder, 
und auf beiden sein Selbstportrait. 
Das grössere Bild lässt die Tüchtigkeit Hauttmanns noch 
besser erkennen. Neben dem ausdrucksvollen Selbstbildnis sehen 
wir hier auch die Gattin und die Kinder des Künstlers, die älteste 
Tochter ist gerade im Begriffe, ihrem Bruder Heinrich, der bei den 
Lübecker Jägern eingetreten war, das Pulverhorn umzuhängen. 
Dass dieses aber fehlt, wird darauf zurückgeführt, dass das Bild 
nicht ganz vollendet worden sei. Der alte Hauttmann, der später 
am Catharineum und an der Ernestinenschule Zeichenunterricht 
gab, starb am 16. Februar 1832, sein Sohn Ludw. Heinrich 
Math. H., der am 2. April 1796 hier geboren wurde, war gleich- 
falls Maler geworden  auf dem Bilde legt er den Stift aus der 
Hand, um das Schwert zu ergreifen.  Er war Schüler seines 
Vaters und hatte eine Zeit lang in Berlin unter Schadow studiert,
        

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