Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Werke Lübeckischer Maler in der Gemäldesammlung des Museums zu Lübeck
Person:
Lütgendorff, Willibald Leo von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471375
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471648
oäotaäotototatototatatotototatotoäoäoäototototota! 
 
Sammlung aus dem 18. Jahrhundert besitzt, wenn nicht unter den 
wenigen, aus dieser Zeit stammenden Gemälden unbekannter 
Meister noch das eine oder das andere hierher gehört. 
Seit von der Hudes Tod hatte sich kein hiesiger Maler als 
Künstler hervorgethan, obwohl es, wie die überaus zahlreich er- 
haltenen Bildnisse beweisen, nach wie vor zum guten Ton gehörte, 
sich malen zu lassen. Lübeck bot daher fremden Künstlern fort- 
gesetzt ein dankbares Feld der Thätigkeit oder doch mindestens 
ein bescheidenes Auskommen, wie es selbst Asmus Jakob 
Carstens, der berühmte Vorläufer von Cornelius und Thorwald- 
sen, hier gefunden hat, obwohl gerade seine Art dem allgemeinen 
Geschmacke nur wenig entgegenkam. Da Carstens von seiner 
Hände Arbeit leben musste und hier durch fünf Jahre davon lebte, 
da er wahrscheinlich keine grossen Preise erhielt und daher sehr 
fleissig sein musste um überhaupt leben zu können, so hat er 
zweifellos sehr viele Porträts in dem angegebenen Zeitraum ge- 
schaffen, aber noch hat kein glücklicher Zufall ein in Lübeck er- 
haltenes Werk von ihm an das Tageslicht gebracht. Es lässt dies 
darauf schliessen, dass er mit seiner Kunst nur vkleinen Leuten- 
gedient hat, bei denen die Bildnisse  wohl meist nur Rötelzeich- 
nungen auf Papier  bald verkommen sein dürften. 
So schlecht es ihm auch in Lübeck ergangen sein mag, er 
entwarf doch, wie sein trefflicher Biograph Fernow, der ihn hier 
zuerst kennen lernte, berichtet, grosse Kompositionen und schliess- 
lich pries er es noch als ein Glück, dass das Schicksal ihn in 
unsere Stadt geführt, denn hier wurde er von dem auch als gemüt- 
vollen Dichter noch unvergessenen Senator Overbeck ßentdecktß, 
und an Senator Matthäus Rodde, einem warmherzigen Kunstfreunde, 
der eine der schönsten Ciemäldesammlungen Lübecks besassf 
empfohlen. Rodde bot Carstens die Mittel, um sorgenlos nach 
Berlin gehen zu können, und wenn die deutsche Kunst heute auf 
Carstens stolz ist, wenn sie alle Ursache hat, in ihm den Mann 
i: Die Sammlung wurde am 25.Juni 1811 versteigert, der Katalog weist 270 (Je- 
mälde, darunter die stolzesten Namen, auf. Die beiden Fruchtstücke Jan van Sons, die 
unsere Gexnäldesammluilg als ein Geschenk des Herrn jakol) Behrens-San Francisco besitzt, 
entstammen der Roddeschen Sammlung. 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.