Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Werke Lübeckischer Maler in der Gemäldesammlung des Museums zu Lübeck
Person:
Lütgendorff, Willibald Leo von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471375
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471637
etc!atototatotototataäototototatotatatotototatoäa! 
halten zu haben und brachte die letzten 20 jahre seines Lebens in 
Lübeck zu, wo er 1791 starbß 
In der Reihe der Mitglieder dieser weitverzweigten Maler- 
familie zählt der Lübecker Tischbein zu denen, die nur selten er- 
wähnt werden, mit Unrecht, denn er war an Talent seinen vier 
Brüdern mindestens ebenbürtig, aber Lübeck lag abseits von den 
Hauptstädten deutscher Kunst und was er hier schuf, blieb im 
übrigen Reiche so gut wie unbekannt. Wenn von ihm die Rede 
ist, heisst es meist nur, dass er kleine Landschaften in Berghems 
Geschmack gemalt oder Wouverman nachgeahmt habe. Das ist nur 
zum Teile richtig. Man darf ihn weder nach diesen kleinen Land- 
schaften, noch nach den von ihm bemalten Tapetenwänden, die sich 
noch jetzt in einigen alten Patrizierhäusern vorfinden, beurteilen. Er 
hat freilich bei Zimmermann in Kassel ursprünglich nur die Tapeten- 
malerei erlernt, aber schon in Hamburg bewies er sich, wie erwähnt, 
als tüchtiger Staffeleimaler und auch hier in Lübeck schuf er ver- 
schiedene Bildnisse, wie die von Rodde (T 1790), Kohlreif und 
Schnobel in der Marienkirche etc. Die Gemäldesammlung besitzt 
von ihm nur das auf Kupfer gemalte Bildnis des königl. preuss. 
Agenten (Konsuls) joh. Heinr. Platzmannfif Das Gemälde, ein Ge- 
schenk der verwitweten Frau Bürgermeister Miltenberg, ist zwar 
charakteristisch für die Art des Malers, zeigt aber in der Behandlung 
und Färbung des Gesichts nur noch wenig den Dennerschen Ein- 
fluss. Da ist nichts von der mikroskopischen Treue, mit der Denner 
jedes Hautfältchen ausgeführt hat, zu bemerken, in Denners Ge- 
schmack ist jedoch der Sammt des Gewandes gemalt. Das Beste 
an dem Bilde aber ist die Hand, die sowohl in der Zeichnung als 
auch namentlich in der Farbe eine viel glücklichere Naturbeob- 
achtung verrät, als der verblasen gemalte Kopf, der wohl auch 
unter den Händen eines Restaurators bereits gelitten haben dürfte. 
Es ist dies Bild immerhin das einzige lübeckische Werk, das unsere 
i? Sein Schwiegersohn Nikolaus Heinr. Petersen, gleichfalls Maler, soll bald nach 
1791 nach Berlin gezogen und dort [S18 gestorben sein. Werke von ihm kenne ich nicht. 
i"? Geb. zu Lübeck 15. August 1715, gest. 2. Dezember 1791.  Auf der Rück- 
seite des Bildes liest man: wjean Henri Platzmann, Negociant ä Lubec Sz Agent de Sa 
Majesle le Roy de Prusse, N6 en 1715. Peint par Jean jaques Tischbein. cn 1773.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.