Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Werke Lübeckischer Maler in der Gemäldesammlung des Museums zu Lübeck
Person:
Lütgendorff, Willibald Leo von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471375
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471616
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und ein Verzeichnis seiner Arbeiten anzulegen? Für den vorliegen- 
den Aufsatz würde es zu weit führen, über seine Thätigkeit in der 
Fremde eingehender zu berichten. Als er am 27. Oktober 1723 
starb, betrauerte man ihn in ganz England und auf seinem Denkmal 
in der Westminsterabtei haben. seine Bewunderer in englischer 
Uebersetzung sogar den Wortlaut der Grabschrift Raffaels angebracht 
und sein Andenken ist in seiner zweiten Heimat kaum weniger 
lebendig, als hier in seiner Vaterstadt. 
Neben der glänzenden Erscheinung dieses Schosskinds des 
Glücks kam sein Bruder joh. Zacharias fast gar nicht zur Geltung. 
Er führte nur wenig selbständig aus, und beschränkte sich meist 
darauf, Aquarell-Copien der Werke Gottfrieds anzufertigen. Es 
werden noch einige Stillleben von ihm erwähnt, sowie architekto- 
nische Dekorationen, die er al fresco ausgeführt hat. Er starb schon 
1702 in London und hat in seinem Leben wohl nichts Besseres 
mehr 
gemalt, 
als 
den 
jungen 
Gelehrten 
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Sammlung. 
Dass die Familie Kniller und namentlich der von so grossem 
Erfolg gekrönte Gottfried trotz seines verhältnismässig kurzen Auf- 
enthaltes in seiner Vaterstadt doch von Einfluss auf die hiesige 
Bildnismalerei war, beweisen viele Gemälde in den Kirchen und 
öffentlichen Gebäuden, und auch der beste unter den Malern Lübecks 
im Anfang des 18. jahrhunderts, Jürgen Matthias von der 
Hudeff, blieb davon nicht unberührt, wenn er auch weniger frei 
in der Auffassung und im Vortrag viel ängstlicher war als Gott- 
fried Kniller und zuletzt sogar recht flau geworden ist. Er galt 
aber seinerzeit immerhin als der einzige Maler in Lübeck, der 
höheren Ansprüchen genügen konnte und als er starb hinterliess 
3 Die beste Schrift über ihn ist noch immer der 1845 hier erschienene Aufsatz 
Prof. Dr, XV. A. Ackermannßz; vDer Porträtmaier Sir Godfrey Kniller im Ver- 
hältnis zur Kunstbildung seiner Zeitß in der namentlich Alles, was sich aus 
hiesigen Urkunden etc. über die Familie Knillers findet, mit grossem Fleiss zusammen- 
getragen ist. 
M: Geb. 1690,  4. Juli 1751 in Lübeck. Die Gernäldesammlung besitzt kein 
Bild von seiner Pland, wohl aber die Stadtbibliothela das Porträt des Rektors von Seelen, 
auch im Dom und in der Marienkirche sind die Bildnisse auf mehreren Epitaphien von 
ihm, darunter Senior v. Meile, Bürgermeister Roclde etc.
        

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