Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468607
STunmxjAuul 
Rom 
ll 
Dies ist Alles. Dagegen schreibt er in einem dreissig 
Jahre spiiter in denselben Gegenden geführten "Tagebuche 
nieder, datss er hier auch einst die Belaanntschaifit des Dichters 
Platen gemacht habe: nMein erster Gang in Sorrento, um 
Unterkommen zu linden, war zur Rosa antica, wo ich in 
meiner jugend gewohnt hatte. Mein damaliges Leben hier, 
trat mir lebendig vor die Seele, die jetzige Rosa, vor 
dreissig Jahren noch ein junges schönes hladchen, erkannte 
ich augenblicklich Wieder durch die Aehnlichkeit mit ihrer 
nun lange verstorbenen Mutter. Ich stand in demselben 
Zimmer, in welchem wir damals mit GrafPlaten speisten 
und uns oft genug stritten, da er bei seiner uns lästigen 
Melancholie selten erträgliche Laune hatte. Wie oft sassen 
wir hier, von beiden Seiten verstimmt, und erwarteten 
sehnsuchtsvoll die Minute, die uns wieder trennte! In 
guten Stunden war es hier aber auch, WOIXViT mit Ent- 
zücken seinen poetischen Schilderungen Italiens lauschten. 
Solche Augenblicke söhnten uns dann auf lange wieder 
mit ihm aus, er war neben dem Dichter der liebenswürdigste 
Mensch. Damals schon war seine sicilianische Reise pro- 
iectirt, auf welcher er den Tod fandu. 
Erfahren wir nun von Preller wenig über seinen Auf- 
enthalt in diesen paradiesischen Gegenden, so nahm er 
selbst aus ihnen eine Anregung mit, die für ihn von 
dauernder Bedeutung, das Samenkorn für seine einstige 
Kunstvollendting und seinen Ruhm werden sollte.  leben 
in den dortigen volksthümrlichen Ortsbezeichnungeii allerlei 
Anklänge an die antik-heroische Saigenwelt und der nUlissea 
ist eine populäre Figur, wenn auch nicht in seiner home- 
rischen Gestalt. Dies führte den Künstler auf die Odyssee, 
und im Anschauen dieser wundervollen Landschaft ging
        

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