Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468554
Z2 
STUDH 
iNJAI-IRI 
Rom 
erzählen. Marinus ist der beste Gesell- 
habcn in dieser Zeit schon manche Stunde 
von Antwerpen 
schafter, und wir 
ciurchschcrztu. 
Sie kehrten nach Olevano zurück, woselbst Preller 
verblieb, bis ihn, als den letzten Fremden, die Regengüsse 
des Herbstes nach Rom zurücktrieben. In dem folgenden, 
zweiten Winter in der ewigen Stadt fühlte er sich nicht 
nur innerlich zufriedener, er hat nun auch ein Heimaths- 
gefühl hier gefunden, bei welchem der Gedanke, Rom 
einst verlassen zu müssen, als furchtbar erscheint. Ganz 
lebt er sich jetzt ein in die Welt der vorhandenen Kunst- 
denkmaler, und sucht eine Folge, ein System in seine 
Studien zu bringen. Waren Galerieen, Kirchen, Ruinen 
bisher durcheinander besucht, durchschwelgt und durch- 
staunt worden, so beschloss er, jetzt jedes einzelne Kunst- 
gebiet für sich durchzuarbeiten, und nicht davon zu weichen, 
bis er es ganz gefasst haben würde. Preller war nicht 
nach Italien gekommen, um sich einseitig in der Land- 
schaftsmalerei auszubilden, er wollte die bildende Kunst 
als Ganzes in sich aufnehmen, die Unterschiede und Be- 
rührungspunkte der einzelnen Gebiete sich klar machen. 
S0 widmete er der Skulptur, der Architektur, der Malerei 
jetzt eingehende Studien, und in der letzten widmete er 
der Historienmalerei, dem Portrait, jeder besonderen Gat- 
tung den gleichen Eifer neben der Landschaft. So begann 
er jetzt mit den Skulpturen, indem er beim Vatikan anfing; 
Bald hatte er auch seine Lieblinge gefunden, zu welchen 
er inuner wieder zurückkehrte, so namentlich die beiden 
Kolosse auf Monte Cavallo, die er täglich mindestens 
einmal besuchte. n In dem damaligen Stadium meiner 
künstlerischen Entwicklunga, sagt er, nwurde mir der för-
        

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