Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468445
sTUDlENjAl-IRE 
Rom. 
Schillers, der jedoch bereits ausgeschieden war und als 
Regimentsmediktis in" Stuttgart lebte. Den Sturm der Räuber- 
tragödie fühlte Koch abernoch mit durch die Karlsschtile 
wehen. Sieben Jahre hatte er in der militärischen Dressur 
der Akademie zu verbleiben, dann aber wollte er ganz 
der Kunst leben, die er während der Zeit doch auch nicht 
hatte feiern lassen. Er ging nach Frankreich, der Schweiz, 
nach Italien, um sich in Rom dauernd niederztilassen. 
Die Verheirathung mit einer Römerin wurde ein Band 
mehr, ihn an die ewige Stadt zu fesseln. Nur kurze Zeit 
da er durch Napoleons Herrschaft in seiner Kunst beein- 
trächtigt wurde, versuchte er es mit seiner Familie in 
Deutschland zu leben, zog nach München, Dresden, Wien, 
kehrte jedoch 1808 für immer natch Rom zurück. Obwohl 
auch in der Historienmalerei mit Auszeichnung genannt, 
begründete er seinen Ruhm doch als Landschaftsntaler und 
erzog auf diesem Gebiet eine neue Schule. Er erschuf in 
der Kunst die ideale Landschaft, welche bei genauem 
Studium des Naturcharakters, von der Darstellung des 
Zufälligen abgehend, die vorhandenen Formen zu einem 
höheren Stil hinauiffihrt. Streng und einfach in der Zeich- 
nung und Linienfühiaing, als Meister in der Perspective, 
weiss er aus den bekanntesten Motiven etwas durchaus 
Neues, Selbständiges zu coniponireit, welches das Gegebene 
in der Natur in künstlerischer Vereinfachung und Ver- 
klärung wiedergibt. Darüber soll Preller noclf selbst das 
Wort nehmen. Dagegen hielt Koch von theoretischen 
Dingen, von einem Rechenschzlftgeben Eiber künstlerisches 
Schaffen, von Kunstgespiiichen gar nichts. Er war, als 
Preller ihn kennen lernte, obgleich noch im frischesten 
und tinermütlliclieii Schztffen, schon der valteu Koch, be-
        

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