Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468423
'UD1EN]AHR) 
Rom 
52 
Fohr und Horny waren nicht lange vor meiner Ankunft, 
leider viel zu früh für die Kunst, gestorben. Der Ruf von 
diesen allen war längst über die Alpen nach Deutschland 
gedrungen. Von manchem Andern liess sich Tüchtiges 
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nBCSOHdCYS bedeutungsvoll wurde mir die Bekanntschaft 
mit Koch. Von diesem "ausgezeichneten Künstler hatte 
ich bisher noch nie etwas gesehen, sondern nur von ihm 
berichten hören, meist komische Züge, doch auch über 
seine bedeutsameren Eigenschaften so viel, dass ich von 
Begierde brannte, ihn persönlich keimen zu lernen. So 
machte ich also meinen Gang zu ihm. Ich fand einen 
Mann von gedrungener, etwas beleibter Gestalt, den Kopf gut 
geformt, das Auge gross und von bedeutendem Ausdruck. 
Um den Mund spielte ein Zug von Sarkasmus. Koch 
begrüsste mich an der Staffelei sitzend, arbeitete auch, die- 
Pfeife im Mund, ruhig weiter und richtete nur, halb wie 
aus Neugierde, einige Fragen an mich. Meine Bitte, einige 
auf Staffeleien stehende Bilder betrachten zu dürfen, "ward 
gern gewährt. In diese Bilder aber vertiefte ich mich 
alsbald in solcher Weise, dass ich Zeit und Höflichkeit 
datrübei" vergatss und erst nach ein paar Stunden wieder 
aufbrach (t .1  
Das l-lerkommen und der Bildungsgang des damaligen 
vNestors der deutschen Kunst in Roma ist so merkwürdig, 
seine Stellung in der Kunstgeschichte so bedeutend und 
sein Einfluss auf Preller so entscheidend, dass hier ein 
Rückblick auf sein Leben und seine Thiitigkeit geboten 
erscheint. Josef Anton Koch wurde geboren 1768 zu 
Obergiebeln am Bach, im Lechthale. Schon als er beim 
Schullehrer in Elbingenttlp Lesen und Schreiben lernte,
        

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