Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468401
STUDIENJAHRE 
Rom. 
hängendes Ganze. Am meisten angewiesen ist die Dar- 
stellung auf Prellers eigne Aufzeichnung, welche freilich 
mit diesen Jahren sehr summarisch knapp verfährt und 
gegen die richtige Zeirfolge manche Bedenken aufkommen 
lässt. S0 viel als möglich soll er selbst erzählend aufge- 
führt werden. 
Als ersten, bereits kundigen Führer in Rom begrüsste 
er zu seiner freudigen Ueberraschung Anton Draeger (aus 
Trier), einen Studiengenossen aus den Dresdener Jahren. 
Dieser, den er als HlSIOYlCIIHILIlCY sehr rühmt, nahm sich 
seiner in jeder Weise an, und die alte Schülergemeinschaft 
zwischen ihnen wurde in Rom zu einer dauernden Freund- 
schaft. 
Mit der beglückenden Aufregung, die ihm Rom in den 
ersten Tagen brachte, mischte sich auch ein Gefühl des 
Selbstxrertrztuens und der Genugthtittng, nachdem er durch 
Draeger in die Kreise der deutschen Künstler eingeführt 
worden war. Die Gefahr, sich in Rom mit einem Werke 
Öffentlich zu zeigen, verschweigt er sich nicht, ndoch 
tröste ich mich, (so schreibt er nach Antwerpen) da ich 
mit allen jetzt hier lebenden jungen deutschen Landschafts- 
malern mich nicht fürchte einen Wettkampf einzugeheira 
Mochte er aber diesen 'l'r0st seinen jungen Landsleuten 
gegenüber empfinden, die Zuversicht auf sein eignes Können 
schwand doch wieder, als er nur erst die Bekanntschaft 
der grossen Landschaftsmaler gemacht hatte. Ueberdies 
war der Ansturm all des ltünstlerisch Gewaltigen in Rom 
so überwiiltigentl, dass er dem Schauen vorerst Einhalt 
thun musste. In Prellers Natur lag es nicht, die Eindrücke 
schnell zu verarbeiten, oder sie nach Art der leichtlebigen 
jungen Genossen um ihn her, nur Hüclttig auf sich wirken
        

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