Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468365
AKADEMISCHE 
JAHRE 
ANTWERPEN 
UND 
MAILAND. 
Z3 
da die Verhältnisse mit dem Erbgrossherzog ganz andere 
Sind. Für unsere Reise und Studien hat es nicht den ge- 
ringsten Nachtheil, da der alte gute Herr, vielleicht ahnend, 
uns nicht wieder zu sehen, alles schriftlich niedergelegt 
hat. Aber, dürfte ich mich der Gnade des Erbgrossherzogs 
auch schmeicheln und in Zukunft die besten Aussichten 
haben, der Alte wird nicht allein mir, sondern dem ganzen 
Lande nie ersetzm  nIch habe den Brief meines Vaters 
erhalten und den traurigen Fall nun umständlich erfahren, 
doch bitte ich Dich herzlich, erlass mir die Erzählung, viel- 
leicht wird Dir der Vater selbst davon schreiben. Ich 
habe sehr viel verloren! Der gute alte Fürst hat meinen 
Brief noch gelesen und sehnlichst gewünscht, meine Arbeiten 
zu sehen, doch sie kamen erst drei Tage nach seiner 
Abreise 111m 
Aber sein zweiter grosser Beschützer, Goethe, der 
durch den Tod des fürstlichen Freundes den gleichen Ver- 
lust erlebt hatte, war noch am Leben, und auf ihn über- 
trug Preller fortan alle Liebe und Verehrung, wie er ihm 
denn auch noch viel zu verdanken haben sollte. Setzte 
Sich doch auch Goethe gern in ein persönlich fürsorgliches 
Verhiiltniss zu jungen Männern, zu welchen er Zutrauen 
gefasst hatte. Gern mochte er mit ihrem Lebens- und 
Studiengang im Zusammenhang bleiben, um sie zu berathen, 
ihnen zu nützen. Er machte, wenn sie etwas geleistet 
hatten, ihre Sache zu der seinigen, um entscheidend für sie 
einzutreten. Mit wie vielen stand er in einem nVOFSClIUSS- 
Verhältnisse und wie viele unterstützte er aus eigenen 
Mitteln, ohne dass man bei seinen Lebzeiten davon erfuhr. 
Wenn Karl August, bei aller Güte, doch immer streng 
auf Vorschriften für seine Schützlinge verharrte und für 
ihre Schritte die Einholung seines landesherrlich väterlichen
        

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