Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468274
44 
AKADEMISC 
JAHRE 
A N T XV 
ERPEN 
UND 
MAILAND. 
und deswegen 
zu schreibena. 
hielt 
ich 
fü r 
das 
Beste, 
Ihnen 
selbst 
Alles 
Diesen wackren Gesinnungen des jungen Mannes gegen- 
über konnte Frau Erichsen nur ihrem Herzen folgen, ihn 
ihres Vertrauens versichern, und, trotz der vereitelten 
Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen, den Aufschub 
eigentlich nur gutheissen, denn ihre Tochter sollte erst 
ihr sechzehntes Lebensjahr erreichen. Und Mariechen, 
wenn sie wirklich über den Brief weinte, wird zwischen 
den Thränen gerufen haben: Was fallt denn nur dem Fritz 
ein? Ich will dem armen jungen gleich schreiben, und 
ihn einmal attsschelten!  Es muss sehr gelinde gewesen 
sein, denn die nächsten Briefe Prellers an die Mutter und 
die Braut strömen über von jubel, Dankbarkeit, Beschä- 
mung und  eines jungen 
ehrlichen Herzens. Er kann zugleich die neue gute Nach- 
richt mittheilen, die er durch Herrn Mylius empfangen, 
wie der gute alte Grossherzog die Verfügung erlassen, 
dass seinen beiden Zöglingen, selbst für den Fall seines 
plötzlichen Todes, die Pension für die gesetzte Zeit auch 
von seinem Nachfolger in der Regierung ausgezahlt werden 
sollte. Nun ging es mit Herzenslust an neues Schaffen 
und Studiren.   
Prellei" wohnte in Mailand im Hause der liamilie Doria, 
am DOIUPlHIZC, wo er mit Kaisgr zusammen ein grosses 
gemeinschaftliches Zimmer hatte. Die jungen Künstler 
fühlten sich als Landsleute aufeinander angewiesen, und 
doch wollte es mit dem Zusammenleben gar nicht recht 
gehen. Kaiser war ein junger Hypochonder, mit dem sich 
nicht immer leicht auskommen liess; sein Ordnungssinn 
scheint nicht gross gewesen zu sein. Preller, in jener Zeit
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.