Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468268
AKADEMISCHE 
JAHRE 
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MAILAND. 
UND 
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doch 
diese 
hoffe 
ich 
noch 
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sollte 
I] U11 
dieser 
höchsten Gnade 
nicht 
dankbar 
entgegenkommen? Diesem zufolge habe ich für mein 
künftiges Glück also nichts mehr zu fürchten, da wir die 
einzigen sind, die er so ausgezeichnet hat. 
nDa ich nun nicht im mindesten Ihre Lage und Ver- 
hältnisse kenne, die sich noch vor Kurzem durch das Un- 
glück Ihres geliebten Gemahles veränderten, so bleibt mir 
jetzt nichts übrig, als Sie, liebe Mutter, um Ihre und 
Nlariechens Entschlüsse zu bitten. Ich zittre, wenn ich 
mir denke meiner einzig Geliebten vielleicht durch meine 
Bekanntschaft ein früheres und vielleicht grösseres Glück 
YCYSCIICYZI zu haben. Ich würde ihr zu Liebe Alles opfern, 
selbst ihr entsagen, könnte ich mir denken, dass sie glück- 
licher war, als mit ihrem Fritz. Heilig ist unsre Liebe, 
und ich würde selbst bei Entsagung ihrer Hand, dieselbe 
bewahren, mich, das schwöre ich beim Höchsten, nie ver- 
miihlen, und auf das Höchste, die eheliche Glückseligkeit, 
Verzicht thun, und, meiner ersten und einzigen Liebe treu, 
mein dann für iuich trauriges Leben auch unter den kläg- 
lichsten Umständen zubringen. Jetzt, geliebte Mutter, 
wissen Sie Alles, was mir als Ihrem Sohn die Pflicht ge- 
bietet! Ich bitte jetzt nur noch mir so schnell als möglich 
Ihren Entschluss wissen zu lassen. Die Trennung ist um 
drei Jahre langer. Was es sei, so getrennt zu leben, be- 
greifen Sie wohl, es ist die grösste I3rüfung, obgleich" ich 
mir immer vorsage, ihr folgt auch die höchste Seligkeit. 
O! wie wird mein Mttriechen weinen! Trösten Sie die 
himmlische Seele  
Briefes so schonend 
und bringen 
als möglich 
Sie 
bei. 
ihr den Inhalt dieses 
Sie sind erfahrener,
        

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