Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468246
JAHRE 
Amnumxscnß 
ANi 
FWERPEN 
UND 
MAILAND. 
seine Zufriedenheit schreiben; er konnte nicht die Zeit 
erwarten ehe sie ankamen, und schickte alle Woche z_wei 
bis dreimal zum Vater, um etwas von mir zu erfahren. 
Die erste Äusseruug soll gewesen sein: nNun es freut 
mich sehr, bei dem ist das Geld gut angewendetla Du 
glaubst nicht, theuerstes Mariechen, wie ich mich glücklich 
fühle! Sie wurden zuerst beim Grossherzog aufgestellt, 
dann in der Grossherzogin ihrem Audienzsaal, und später 
soll sie Goethe gehabt haben, bevor sie zum Grossherzog 
zurückgebracht wurden, wo sie jetzt noch stehen u. 
Dieser frohen Botschaft sollte bald ein Übermass von 
Glück folgen, welches jedoch von Schreck und Befürch- 
tungen nicht zu trennen war. Sein Pfiichtgefühl gebot 
ihm, sich gegen die Mutter Mariens darüber offen auszu- 
Sprechen, obgleich der Entschluss mit blutendem Herzen 
gefasst wurde. nOb iclfs Glück oder Unglück nennen 
Soll, weiss ich im Augenblick selbst nicht, da es unbe- 
zweifelt auf der einen Seite für mich das grösste Glück 
ist das jedoch von der andern betrachtet, von mir und 
meiner ewig geliebten Marie als ein Strich durch unsre 
Rechnung, und mithin als Unglück betrachtet werden 
könnte. Hoffentlich werden Sie meinen Charakter genau 
kennen, da ich mich Ihnen bei jeder Gelegenheit so zeigte, 
wie ich bin. Ich schwur meiner exivig geliebten Marie, 
und in Ihrem Beisein Treue, auch jetzt wiederhole ich 
feierlich denselben Schwur. Ich werde ihn nie brechen, 
und sollte es mein Leben kosten, auch bin ich's von 
meiner Marie gleicher Weise überzeugt. Hören Sie, liebe 
Mutter, was sich zugetragen. Schon früher meldete ich 
meiner Marie, dass Herr Cattzineo, dem ich von Sr. 
Königl. Hoheit dem Grossherzog empfohlen war, um
        

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