Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468212
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AKADEMISCHI 
JAHRI 
Atxrrw 
RPEN 
UND 
MAILAND. 
in die herrlichsten Thaler, intiem noch hoch über den 
Wolken die Spitzen der Berge glühen. Ruhe herrscht 
überall, und wir begleiten mit der Guitarre ein simples 
deutsches Lied, bevor unser einfaches, aber acht italienisches 
Abendmahl uns einladet, welches gewöhnlich in Feigen, 
Pfirsichen, Weintrauben, Melonen, Wein und schlechtem 
Brod bestehta. Man muss sagen, für einen Reconvalescenten 
von der Ruhr, mit noch geschwiichtem Körper, eine recht 
zweckmiissige Abendmahlzeit. vAch wie oft, fahrt er fort, 
werde ich Dir von diesem Lande erzählen, wenn ich 
glücklich zurückkehre! Nichts gleicht bei mir der Selig- 
keit, nach glücklicher Reise, wieder in Deine Arme heim- 
zukehren. Wie oft und gerne male ich mir die schön- 
sten Bilder dieser Zeit, die immer eins das andre ver- 
drängen kt 
Noch im October befinden sich Kaiser und Preller 
am Comer See. Dass sich die Aufnahme in die Akademie 
verzögerte, die jungen Männer dafür ihre Studienmatppen 
füllten, war dem Director nicht tinwillkonlmen. Es handelte 
sich, wie Cattaneo erfahren, nicht mehr um angehende 
Schüler, sondern um bereits fortgeschrittene Kunstiünger, 
die freilich von zu Hause nichts Vorlegbares mitgebracht 
hatten. Missmuthig und in gedrückter Stimmung ging 
Preller im Spätherbst nach Mailand zurück. Hier filüCl er 
drei Landsleute, den Kupferstecher Steinla und dessen 
Collegen Felsing uud Crüger. Preller scheint drauf und 
dran gewesen zu sein, die Akademie ganz zu timgehen, 
wie er denn von Antwerpen her einen Wider-willen gegen 
Kunstschulen hegte, denn er erzählt, dass er sich nauf 
Steinlas Ratha dennoch für den Besuch der Akademie 
gemeldet habe, um nach dem lebenden Model zu zeichnen.
        

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