Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468194
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AKADEMISCI-IE JAHRE 
ANTWERPEN 
UND 
MAILAND. 
Bedarf 
VOll 
dem 
benachbarten 
Wirthshaus 
in 
Loveno 
zogen hatte, sah ich von jener Stunde an Weder den Arzt 
mehr bei mir, noch sonst irgend jemand, der mir eine 
Labung gereicht hätte. S0 ging es bis in den dritten Tag 
hinein, und an diesem Tage wäre ich wohl vor Erschöpfung 
gestorben, wenn nicht ein junger Italiener, Carlo Trinca- 
velli, den ;ich in Menaggio kennen gelernt hatte, zu meinem 
Glück von einer Reise zurückgekehrt, mich aufgesucht, 
und vom Hungertode gerettet hätte a. Prellers starker 
Körper trug zwar den Sieg davon, aber die Nachwehen 
der Krankheit dauerten noch Monate lang. So bald er 
sich nur einigermassen wieder bei Kräften fühlte, verliess 
er die unliebsame Umgebung und siedelte nach Menaggio 
über. Nach Antwerpen hatte Preller während seiner Krank- 
heit keine Mittheiltnlgeil machen können, und ebensowenig 
an seine Eltern. Mylius aber, der erst davon erfuhr, als 
sie überstanden war, berichtete nach Weimar und ver- 
anlasste damit einige Beängstigung und Verwirrung, die 
dem Genesenden dann zu schlichten überlassen blieb. 
Inzwischen hatte er durch seine Braut erfahren, dass 
ihr Vater in Antwerpen zurück erwartet wurde. S0 richtete 
er am i. August 1826 von Mentiggio aus einen Brief an 
den Schiffskapitän Erichsen (dem er früher in Antwerpen 
schon persönlich, wenn auch nur flüchtig, begegnet war) 
mit einer Werbung um die Hand seiner Tochter Maria. 
Wie sonderbar diese Werbung aus der Ferne her auch 
sein mochte, er wusste, welche Fürsprecheritinen er an 
der Mutter und an Marien haben würde, und so stimmt er 
auch bereits einen izuversichtlichen und herzlichen Ton in 
seinem Schreiben an. Legt er demselben doch sogar 
einen Brief an das geliebte Mädchen bei, worin er ihr
        

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