Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468184
Axmnßzvuscus 
JAHRE 
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lands zu besichtigen. Dann aber zog es ihn aus der 
sommerheissen Stadt inls Freie, und zwar in die schöne 
landschaftliche Natur des Comer Sees. Mylitis, trotz einiger 
Bedenken, seinen deutschen Schützling allein zu entlassen, 
mochte endlich nichts dagegen haben, und stattete ihn 
mit Reisegeld und einer Empfehlung an die ihm befreundete 
Familie Pensa aus, welche am Comer See ein Besitzthum 
hatte. Die Villa Pensa lag bei Loveno, nicht weit von 
Nlenttggio in einer der köstlichsten Gegenden des Coiner 
Sees. Der junge Gast sah sich von der Familie wohl 
empfangen, und als dieselbe einige Wochen darauf ver- 
reiste, wurde ihm die Villa als Wohnung zur Verfügung 
gestellt. Freund Kaiser war in dieser Zeit nicht mit 
ihm, wie sie denn, bei sehr verschiedener Gemtithsart, 
anfangs nicht die gleichen Wege gehen sollten. Bald war 
Preller mit eifrigen Natursttldien beschäftigt, schweigend 
in der Schönheit der ihn Limgebenden Landschaft. Aber 
nicht lange sollte diese glückliche Muse dauern. Denn 
C1" erkrankte schwer an der Ruhr und lag Wochen lang 
verlassen in dem fremden Hause, dessen einziger Bewohner 
C1", nach seiner eignen Schilderung, gewesen zu sein 
scheint. nDie Krankheit steigerte sich rasch in bedenklicher 
Weise u, so erzählt er, n und eines Tages stellte sich, wahr- 
scheinlich auf Veranlassung meines Arztes,_ein Geistlicher 
bei mit ein, der mir viel von der Seligkeit des ltünftigen 
Lebens sprach, und mir, um dessen würdig zu werden, 
anrieth, die Sterbesakramente zu nehmen. Auf meine 
Erklärung, dass ich Lutheraner sei, verliess mich der 
Ehrenmann, indem er edie Thür so heftig zuschlug, dass 
ich in demselben Augenblick eine Fensterscheibe weniger 
hatte. Während ich nun bisherNahrungsmittel und sonstigen 
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