Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468146
AKADEMISCHF. 
JAHR! 
ANTWERPEN 
MAILAND. 
UND 
aber War den guten Eltern, dass der Sohn in ein Land 
sollte, dessen Sprache er nicht verstand, und der Abschied 
wurde umständlicher als jener erste, da er so plötzlich, 
aber dafür unter der besten Obhut, im Gefolge des Gross- 
herzogs, in die Welt ging. Um so getrosteren Muthes 
war der junge Künstler, er sorgte nicht darum, wie er sich 
in der Fremde zurecht linden werde, er erfreute sich einer 
starken Gesundheit, und er ging ja dem Lande  der Kunst 
entgegen! 
Als Reiseziel und Aufenthaltsort für seine Studien in 
Italien W211" ihm von Karl August Mailand bestimmt, doch 
wurde ihm nicht bekannt, warum grade diese Stadt gewählt 
worden. nVielleicht, meinte er, weil der Grossherzog, der 
überhaupt nur den nördlichen Theil von Italien bereist hatte, 
Mailand am genausten kannte, und seine Information in be- 
trelf der Latidschaftsmalerei in Oberitalien mangelhaft vcaru. 
Die Reise ging zuerst nach München, wo Preller einen 
andern Stipendiaten des Grossherzogs von Weimar, Adolf 
Kaiser, vorfand, welcher sich von ihm ftberreden liess, 
München aufzugeben und ihm nach Mailand zu folgen; 
doch wohl nach zu folgen, denn für's Erste erfährt man 
nichts über ihn, und erst später ist von Kaisers Gesellschaft 
die Rede. Dass aber Kaiser einen solchen Entschluss, und, 
wie sich zeigte, Linbeanstandet, fassen tiurfte, beweist eine 
geringere Abhängigkeit von den Vorschriften Iiarl Augusts 
für seine Studienpläne.  Über den Brenner ging Preller 
nach Venedig, wo er einen Aufenthalt nahm. Schwer 
wurde es dem jungen Künstler, sich von den Kunstschiitzen 
und der Lagunenstaclt selbst los zu reissen. Seinen Weg 
durch Italien machte er, Goethes nltalienische Reisea in 
der Hand, so wie es zehn Jahre vor ihm seine Landsmännin
        

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