Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468096
Axmzaxuscuß 
JAHRE 
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RPEN 
UND 
MAL 
AND. 
Aber so sehr es den jungen Nlann nach Italien zog, 
so galt es doch eine harte Trennung, denn sein Herz war 
bereits gefesselt. In demselben Hause mit ihm, einem 
weitlauligen Gebäude, wohnte auch die Frau eines Schiffs- 
kapitans Erichson (der auf einer weiten Seereise abwesend 
war), mit ihrer Tochter Marie. Sie war ein unschuldiges, 
blühendes, sehr schön gebautes Mädchen, mit reichem 
blondem Haar, und madonnenhafteni Gesicht. Zuerst be- 
gegnete er ihr auf der Strasse, wenn sie aus der Pension 
nach Hause kam, und richtete seine Wege danach ein. 
Dann wusste er Zutritt zu ihrer Mutter zu erlangen, bald 
auch die Erlaubniss die Tochter zu malen. Er nannte das 
Portrait nGretchenn. Die jungen Leute gewannen sich lieb 
und Verlobten sich für das Lubcn. Die Mutter war zwar 
ins Vertrauen gezogen, atber eine eigentliche Einwilligung 
konnte und wollte sie nicht geben, du die Heimkehr ihres 
Garten, die sich auf lange Zeit hinzögern konnte, erst 
abzuwarten stand. Überdies war Marie noch nicht fünfzehn 
jahre alt, und Preller zählte deren erst einundzwttnzig. 
Aber sie hatte ihn wie einen Sohn liebgexxtonnen und 
duldete, dass er sie bereits Mama nannte." Gleichwohl 
musste das Verhiiltniss sehr geheim gehalten werden, um 
den Grossherzog nicht zu erzürnen, der nun einmal die 
höchste Instanz auch in Prellers persönlichen Verhältnissen 
geworden war. Und dieser hatte noch in frischer Erinne- 
rung, wie ein andrer junger Weiniaraner, den Karl August 
zu seiner Ausbildung nach Dresden geschickt, sich durch 
eine verfrühte Verbindung die Ungnade und die Unter- 
stützung seines Landesherrn verscherzt htttte. Mochte 
Frau Erichson aber die gegründetsten Bedenken gegen die 
Wünsche der Kinder haben, diese betrachteten sich als im
        

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