Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468089
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versichern, 
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Italienern 
für 
einen 
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gehalten wurde. 
Bei seinen YVanderungen durch das AHIVVCFPCHCY Mu- 
seum, so wie durch Priratsanimlungen, die etwa dem 
Fremden zugänglich waren, vermisste er grosse Vorbilder 
der Landschaftsmalerei. Was, von Ruisdael und Everdingen 
da war, liess er seinem Studium nicht entgehen. nAls 
Naturalisten in der höchsten Bedeutung des NVortes haben 
sie die ihnen bekannte Natur geistvoll, tiefsinnig und sinn- 
reich wiedergegeben. Darüber sind sie aber nicht hinaus- 
gekonnneti, sie haben sich nicht zu dem höheren Flugdei" 
Gedanken eintiorgeschwungen, den ich in Verbindung mit 
einer grossartigen, ausdrucksvollen Form bei den beiden 
Poussin, bei Albani, Claude Lorrain und Tizian kennen 
lernte. Dies war es, was mir trotz aller Bewunderung für 
niederländische Landschaftsmalerei tiberall fehlte und eine 
nicht zu überwindende Sehnsucht nach dem tieferen Studium 
der grossen Meister in mir hervorrieif. Das flache Land 
mit seinen Kainalen und seinem Schifferleben genügte mir 
nicht. Nur in Italien glaubte ich nach allen Seiten hin 
Befricdigtuag finden zu könnenu. 
Es ist charakteristisch: In Dresden, noch fast erdrückt 
durch die Fülle grosser italienischer Kunstwerke, fühlte 
er sich mehr zur niederländischen Kunst hingezogen; unter 
den Niederländern, in Antwerpen, ervxiachte in- ihm eine 
unwiderstehliche Sehnsucht nach Italien. Er entschloss sich 
eines Morgens gegen seinen Lehrer Van Bree das Herz zu 
erleichtern, zugleich mit der Bitte, an Karl August darüber zu 
berichten, und sein Wort für ein ferneres Studium in Italien 
einzulegen. Er scheint bei Van Bree nicht auf Widerstand 
gestossen zu sein, denn dieser willfaltrte seinem Wunsch.
        

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