Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1468014
DER SCHÜTZLING 
GOETHES 
UND 
KARL 
AUGUSTWS. 
Neunzehnjährigelu 
hervorzubringen. 
führte ihn Weiter 
dennoch wieder, daneben etwas Eigenes 
Er Eng an Porträt zu zeichnen. Dies 
auf den Einfall, einen Versuch im Genre 
machen. 
Es War Winter geworden, der Schwansee belebt, er 
selbst tuminelte sich dort als guter Schlittschuhliiufer oft 
mit seinen Freunden umher. Dadurch angeregt, entstand 
sein erstes selbständiges Bild, eine Fahrt auf dem Eise. 
Die Figuren darauf stellen Prellers nächste Freunde dar. 
nDieses unscheinbare, werthlose Bildchena, erzählt er, vent- 
schied über meine spätere Studienzeit. Die jährliche Aus- 
stellung unsrer Elementarschtile sah auch mein Opus. Ich 
War, als ich's hintrug, so beschämt, dass ich die Ausstellung 
mit keinem Fusse betrat. Da liess mich eines Morgens 
Frau von Haygendort" (frühere Schauspielerin jagenmnn, 
dem Grossherzog sehr befreundet) zu sich bitten. Da ich 
der Dame mich unbekannt wusste, war ich höchlich dar- 
über erstaunt. Sie begrüsste mich auf's freundlichste, und 
da ich auch ihre Frage bestätigte, dass ich der Verfertigei- 
jenes Bildchens sei, sagte sie: Gehen Sie doch morgen 
früh um 8 Uhr in das römische Haus, der Grossherzog 
hat den Wunsch, Sie zu sehena. 
nZur bestimmten Stunde trat ich meine Wanderung an, 
und schon von ferne sah ich Goethe unter dem Portale 
des römischen Hauses, die Hände auf dem Rücken, hin 
und wieder wandeln. Herzlich vergnügt, meinen hoch- 
verehrten Gönner dort zu finden, trat ich rasch mit meinem 
Morgengrusse an ihn heran. Excellenz, redete ich ihn an, 
ich bin hierher beorderr, können Sie mir vielleicht sagen, 
was der gnädige Herr beliehlt?  Warten Sie einen 
Augenblick! war die Antwort. Der Herr wird bald hier
        

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