Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471226
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seines Lebens. Nicht nur war ilnn Italien überall bekannt, 
auch Er war in allen gebildeten Kreisen Italiens jetzt ein 
rüllrnlich bekannter und willk0n11nene1' Gatst. Denn ein 
Künstler, dessen Selbstporträt im Saale der Ul-lizien in Flo- 
renz unter den Ersten der XVelt zu sehen war, musste wohl 
von den Italienern hoch geehrt werden. NVas an berühmten 
und gelehrten Männern in Rom war, sammelte sich um 
ihn, und er genoss alle Schätze der ewigen Stadt, lehrend 
und lernend, noch einmal. Dabei mochte doch Auge und 
Hand für die Kunst nicht ganz feiern, wenn denn auch 
nur Skizzen, Eindrücke aus den Ruinen Roms und der 
Cum m m, dann aus Neanel und (lznri zu Stande kamen. 
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Nach der Heimkehr glaubte man zuerst Spuren des 
Alters bei ihm wahrzunehmen. Er hatte für den Besitzer 
einer Geiniildesannnhing in Rom zwei Bilder zu malen 
versprochen, allein es dauerte Monate, ehe er begann, und 
nur langsam kam er damit weiter. Es wurde eine Hirten- 
landschaft und eine Diana auf der Jagd. Beide sind un- 
vollendet geblieben, gingen aber nach seinem Tode auch 
so in den Besitz des Bestellers über. 
 Das Behagen des Hauses begann ihn starker zu fesseln, 
als die Werkstatt; der Platz am Schreibtisch gab ihin mehr 
Beschäftigung, als der vor der StaPfelei. Er schrieb man- 
cherlei über Kunst nieder, was ihm durch den Kopf ging, 
oder am Herzen lag; biographische Einzelheiten und einen 
Aufsatz über vhetltige Ktunstti, vorAllem seine Erinnerungen 
an Italien, aus rllagebüehern und Familienhriefeii zusammen- 
gestellt. Ein starker Quartbantl im Manuscript, wurde dieses 
Vermächtniss ein schöner Besitz für die Seinen. 
der 
Wim" sein allgemeines körperliches Befinden sonst in 
letzten Zeit befriedigend, so machte sich eine schnell 
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