Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467972
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SCHÜTZ] 
GOETHI 
UND 
KARL 
AUGUSTS. 
Zeugnisse sind alle von der tiefsten Empfindung für den 
Gegenstand durchdrungen, und namentlich an V erstiindniss 
der Natur konnte er manchen Künstler beschämencr. 
Mit den fertigen Copicen des Ruisdael und P. Potter 
ging Preller im Spätherbst nach Weimar zurticlt. Goethe 
hatte an den Bildern solche Freude, dass er sie aus den 
kleinen Mitteln des Zeicheninstittits für 80 Thaler ankaufen 
liess. D50 reich war ich noch nie gewesenla konnte der 
beglückte junge Künstler damals sagen. Die beiden C0- 
pieen haben später im Museum zu Weimar einen Platz 
gefunden. 
Aber trotz dieses Reichthums musste doch die traurige 
Brodarbeit über den NVinter forthelfen, zumal wenn auch 
noch für einen neuen Aufenthalt in Dresden auf das nächste 
Jahr etwas verdient werden sollte.  begann wieder die 
Taglöhnerei des llltitninirens für das Bertuclfsche Geschäft, 
jetzt um so drückender, da der Kunstjtinger sich bereits 
an Grösserem versucht hatte. Aber er hielt aus, und zwar 
noch zwei Winter lang, um sich die Mittel für die Studien 
des Sommers zu erwerben. Der Verkehr mit der Zeichen- 
schule wurde damit nicht abgebrochen, und auch während 
dieser Zeit fehlte es nicht an Rathschlägen Goethes und 
Meyers. 
Die Erlebnisse und Studien der beiden nächsten Som- 
mer in Dresden können zusammen überblickt werden, da 
sie keine sonderliche Verschiedenheiten aufweisen. Die 
Schüchternheit des Kunstiüngers ist schon etwas geschwun- 
den, er macht Bekanntschaften mit Gleichstrebenden, er 
blickt schon mit klareren Augen in die "Welt der Kunst. 
Den Meisten des jungen Kreises ging es sehr knapp, daher 
man denn bei allem Vergnügen sich frugal einzurichten
        

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