Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471191
A M 
ZIELE 
auf, sein Selbstporträt für 
rühmtesten Künstler alle1 
den Saal der Bildnisse der be- 
Zeiten und Länder zu nmlen. 
Preller unterzog sich dieser Aufgabe mit aller Sorgfalt, und 
er schuf ein nin Ton und Ausdruck höchst interessantes a 
Brustbild, wie ein Kunstkenner sagt. So wurde sein Por- 
trät, neben denjenigen Rafaels, Masaccios, Lionarclos, 
Michelangelos, Van Dycks, Rubens und Andrer, der 
Galerie der Uflizien in Florenz einverleibt. 
Preller hatte sein siebzigstes Lebensjahr überschritten, 
sein Ruhm und Ansehn standen fest, und seine Lebens- 
fztsstmg liess, bis auf manche körperliche Niederlage, von 
der er sich zu erholen hatte, an Behagen kaum etwas zu 
wünschen übrig. Die drei Söhne waren glücklich verhei- 
rathet, kanten mit Weib und Kind gern zum Besuch nach 
Weimar, und das Haus xvatr voll fröhlichen Lebens, zumal 
die Hausfrau, noch jugendlich genug, und ihre Tochter 
die Lust der jüngsten begünstigten. Dann wurde in guter 
Laune wohl ein Collectivbrief an nTante Storcha ge- 
schrieben, des Alten Grüsse voran, welcher versicherte, 
dass man bei dem-unbeschreiblich glücklichen Beisammen- 
sein auch ihrer gedacht habe. Auch Olinda gehörte nach 
alter Art zu dem Kreise, mit regster Theilnahme tinver- 
ändert den Ereignissen des Hauses und der Werkstatt 
zugethan. 
Es ist unter solchen Umständen und bei seinen Jahren 
verständlich, dass Prellers Vorliebe für ernste heroische 
Stoffe abnahm und er sich mehr heiteren idyllischen Gegen- 
ständen zuwandte. Er war sich dieser inneren Wandlung 
bewusst, und gedachte ihrer häufig in den Briefen an 
Friedrich. In seinen Landschaftsentwürfen trat der strenge 
Stil, die Betonung des nackten Organismus der Natur,
        

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