Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471182
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für einen Bakchuszug erfunden und in Farbe gesetzt, was 
niir viel Vergnügen gemacht hat, du sich der Vorgang 
auf schwarzem Grunde sehr gut LILISIÜHUUI 1. Sie sehen, 
liebe Freundin, dass ich wieder allerlei in die Hände ge- 
nommen und vollbracht habe. Gott erhalte mir nur noch 
einige Jahre Kopf und Hand, dann sollen Sie mich gewiss 
nicht klagen hören, denn auf Erwerbung grosser Reich- 
thümer habe ich's nie abgesehen und ruhig in meinen 
Verhältnissen kann ich dann leben. Ich habe so viel Auf- 
träge, dass ich mit das herausnehme, was mit sympathisch 
ist. Somit ist mit das Leben im Atelier immer angenehm 
und bei leidlichei" Gesundheit wünsche ich nicht viel mehr. 
Mein 
Häuschen 
sieht 
L1 US 
wie 
ein 
Schmuckkästchen 
und 
ich kann Ihnen nicht sagen, wie dieser kleine Besitz mich 
beglückte. 
In diese Zeit gehört auch eine Reihe von italienischen 
Charakterlandschaften, für den Holzschnitt gezeichnet, welche 
in Leipzig veröffentlicht wurden, und die Zeichnung einer 
Sccne 11115 Dantes Hölle (Ges. 2). Sie war für das Album 
des Königs Johann von Sachsen, zu Welchem die bedeu- 
tendsten Künstler Deutschlands "mit Kompositionen aus 
Dantes grossem Gedicht beigesteuert hatten, zugleich die 
letzte in dem Album, da der König bald darauf starb. 
Vielleicht der beglückendste Auftrag seines ganzen 
Lebens, und allerdingps eine der höchsten künstlerischen 
Ehren, kam ihm im Jahre 1875 von Florenz aus. Die 
Generaldirektion der florentinei" Sammlungen forderte ihn 
1 Der nßaläCllLlSlLlgu wurde in den Genelli-Fries aulgcnonlmcn. 
Genelli ist malend dargestellt, während ihm Phantasus die Gegenstände 
zeigt, die er mii Vorliebe malte: Einen Zug von Satyrn, Silen, Bakclius, 
Ariadne auf dem Pantlierwagen u. s. xv..
        

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