Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471140
ZIELE 
33,1 
erfreuen. Durch seine Scheu, ja seinen XViderwillen gegen 
Kunstausstelluiigen sündigte Preller gegen seine Kunst in 
so weit, dass er viele seiner schönsten Arbeiten laauni zu 
einer ölfentlichen Kenntniss gelangen liess. Es erschien 
keine Anzeige, keine Besprechung dieser Werke, sie leben, 
wenn nicht völlig L1nZugÄinglich, doch in einer Art von 
Verborgenheit. Welch einen Eindruck müsste eine Zu- 
sammenstellung, nur seiner letzten Gemälde mit mytho- 
logischer Staffage, hervorbringen! Die Bedeutung dieser 
Gruppe wäre nicht geringer nnzuschlzigen, als die seiner 
Odyssee-Li1ndschaften. Beneidenswerth zu nennen waren 
diejenigen, welche die kurz nach dem Tode des Künstlers 
veranstaltete Ausstellung einer grossen Anzahl seiner Werke 
in den oberen Räumen des Museums zu NVeimar betrachten 
durften 
Der Sommer 1370 kam, und lenkte alle Blicke in 
Deutschland mit Spannung nach Westen. Der französische 
Krieg beschäftigte auch Prellers Gedanken dauernd, und 
mit Aufregung verfolgte er den Verlauf der Ereignisse. 
Die Siege der deutschen Heere erfüllten ihn mit Bewun- 
derung und erweckten seinen Jubel, andrerseits aber riss 
ihn seine deutsche Gesinnung auch zur äussersten Schroff- 
heit in der Beurtheilung französischen Wesens und fran- 
zösischer Kunst hin, die er bei seinen Zornausbrüchen doch 
besonders im Auge hatte. Ein paar Briefstellen mögen 
darüber aussagen. An seinen Sohn Friedrich schrieb er 
(28. August 1870): nMit bestem Vorsatz, Dir auf Deinen 
1 Das Inhaltsverzeichniss bezeichnet 216 Nummern. C.Rula1ui 
nZur Erinnerung an Friedrich Prelleru. Die Varianten derselben Stoffe 
und Motive in den Gemälden sind mit der grössten Genauigkeit an- 
gegeben.
        

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