Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467966
KARL 
Gom-nßs UND 
DER Scntyrzune 
Aucusrs. 
war es auch, der ihm die timfassende Bedeutung Goethes 
erst erschliessen, ihn durch Gespräche zum Lesen der 
Werke des Dichters erst anregen sollte. In den Notizen 
über Prellers jugendjahre findet sich wohl, dass er mit 
einem Freunde Schillers Dichtungen gemeinsam gelesen 
habe, von Goethe ist noch nicht die Rede. Angenommen 
aber, er habe auch schon Einiges von Goethe gekannt, so 
stand er ihm, sogar trotz der persönlichen Beziehung, noch 
Völlig entrückt. Er mochte mit Herzklopfen vor dem 
grossen Dichter und dem in Weimar sehr hochgestellteia 
Mttnne die Treppe hinaufsteigen, er wusste doch nur: das 
ist der berühmte Goethe! Und in dem Kreise, in welchem 
der Kunstschüler in Weimar verkehrt, war niemand (auch 
Meyer nicht), der ihm eine Anleitung zum Lesen und zum 
Verständniss Goethes hätte geben können. Es bedurfte 
der Etitfernting, um mit Erstaunen die Höhe des Gipfels 
zu erkennen, an dessen Fusse er bisher gestanden. jetzt 
kam er in die richtige Schule, denn auch Carus war ein 
umfassender Geist, und auf verschiedenen Gebieten thatig; 
als Arzt, Kunstkenner, Dilettant in der Malerei, geistreicher 
und gelehrter Schriftsteller. Goethe notirt über ihn: nDr. 
Carus gab einen sehr wohlgedachten und wohlgefühlten 
Aufsatz über die Landschaftsmalerei in dem schönen Sinne 
seiner eignen Produktionena. (Annalen 1822.) Für den 
jungen Preller wurde der Verkehr mit diesem Manne, der 
ihn häufig in seine Familie zog, ihn zu Tische lud, ihm 
in seinen Sammlungen Anatomie zu zeichnen erlaubte, 
sehr xxrerthxioll. Ueber die Kunstbestrebtlngen seines Gön- 
ners Lirtheilte er später: nDr. Carus malte Landschaft, und 
ich bin nie einem Dilettanten begegnet, der ihm nur an- 
nähernd gleichgekonamen wäre. Seine mannigfaltigen Er-
        

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