Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471024
NEUES 
LEBEN. 
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zum letzten Strich mit grosser Liebe durchgebildet llzlbc, 
und dass sie schwerlich bis jetzt eine andre zur Seite hat, 
weil cs nie jenmnd versuchte, einen landschaftlichen Cyklus 
aufzustellen. Ich habe damit einen Weg angebahnt, auf 
dem nach mir Kommende bequem nmrschireti mögena. 
vDaneben habe ich die noch fehlenden sechs Zeich- 
nnngen zum Holzschnitt gemalcht, und jetzt bin ich damit 
beschäftigt vierundzwanzig Vignetten für die Prachtausgabe 
des Homer zu zeichnen, wovon zwölf bereits vollendet 
sind. Diese Arbeit macht mir viel Freude, da die ersten 
zvcölf alle neu erfunden sind. Ist diese Arbeit fertig, dann 
retouchire ich die Skizzen, und zwar nach den ausgeführten 
Bildern, und damit schliesse ich die ganze Sache ab, denn 
die aus dem Cyklus mir aufgetragnen einzelnen Bilder (in 
Öl) zu malen, bin ich jetzt nicht im Standen. 
nÜberblicke ich jetzt die ganze Arbeit mit all ihren 
Vorbereitungen und Studien, so muss ich wohl staunen, 
dass ich sie vollbracht. Mehrmals und zwar inmitten der 
Arbeit, ist mir der Gedanke gekommen, ich werde doch 
nicht fertig damit, aber die Freude daran habe ich keinen 
Augenblick verloren, und Gott hat mir die Kraft bis zu- 
letzt nicht ausgehen lassen. Wie grosse Freude es mir 
sein würde, Sie, liebe Freundin, einmal selbst an der Arbeit 
vorüber führen zu können, glatuben Sie mir ohne Ver- 
sicherung. Waren Sie es nicht die mich zuerst überredete, 
die ltleinen Cartons auszustellen? Dass ich, obwohl ungern, 
Ihnen doch folgte, war der Grund der weiteren Ausbildung 
und die erste Ursache für den Auftrag hier! Denn, dass 
sie die Anerkennung der Besten fanden, gab mir den Muth, 
sie nach München zu schicken, wo sie vollständig durch- 
schlugen. Was und wie viel liegt zwischen jenen lagen
        

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