Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471006
LEBEN. 
NEUES 
317 
bitterung auf den Lebensgang dieses Freundes zurückblicken, 
der so spät erst Anerkennung hatte finden sollen, und für 
den der späte Ersatz die Verluste und die Missachtung 
früherer Jahre ihm nicht aufzuwiegen schien. 
Im Januar 1868 konnte das im Bau vollendete Museum 
der Staatsbehörde übergeben werden, und man ging an 
den Schmuck der Innenräume, sowie an die Einordnung 
der Kunstwerke. Preller zog mit seinen Gemälden in die 
ihm bestimmte Galerie ein, wo sie in die Wände ein- 
gelassen wurden, überarbeitete das Ganze noch einmal 
und ging an die Ausmalung der Predellen oder Sockel- 
bilder. Sie stellen die häuslichen Vorgänge in Ithaka datr, 
während der Abwesenheit des Odysseus: Das Treiben der 
Freier in dem herrenlosen Hause, die Reise des Telemachos 
.um den Vater zu erkunden; Scenen aus dem Leben der 
Penelope; Odysseus im Kampfe mit den Freiern, seine 
Bestrafung der ungetreuen Diener; das Wiedersehn und 
die Erkennung mit seiner Gattin; endlich Hermes, wie er 
die Seelen der Freier in die Unterwelt geleitet. Über 
dreihundert kleine Figuren, gelb in schwarz, und wie die 
Hauptbildei" in Wachsfarben gemalt. 
Als Preller den letzten Strich gethtln hatte, schrieb 
er (I. Mai 1869) an Frau Storch: nDass Sie, liebe Frau, 
wieder mit eigner Arbeit und Stundengeben den Menschen 
HÜIZCH und sie erfreuen, habe ich erwartet, denn Ihre 
Natur ist, wie die meinige, nicht zum ruhigen Zusehen 
geschaffen; und wahrlich, das ist nicht das Schlechteste 
an uns beiden, mögen die Menschen daratls machen, 
was sie wollen. Die Hauptsache ist immer, dass wir uns 
selbst bis zu einem gewissen Grad damit genügen. Auf 
viel Anderes bin ich durchls ganze Leben nicht gekommen,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.