Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470976
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BEN. 
Statfeleibildern tragen. Auch musste ich mich hüten, den 
einzelnen Bildern zu entschiedene Effekte zu geben, weil 
die Reihenfolge leicht tinruhig geworden war und die 
XVirkung von aufgehängten einzelnen Bildern gemacht 
haben würde, was in der monumentalen Umgebung einen 
widerwartigeii Eindruck hervorgebracht hatte. Die Technik 
für diese Malerei kam zuerst sehr in Frage. Am liebsten 
hätte ich die Bilder al fresco, der besonderen Leuchtkraft 
wegen, auf die Mauer selbst gemalt, doch darauf hatte 
ich beim Zeichnen der Cartone zu wenig gedacht, weil das 
fresco eine viel rauhere Oberfläche der Mauer braucht und 
diese für die kleinen Figuren zu rauh gewesen wiire. Die 
Breite der Galerie, welche circa zwanzig Fuss betragt, 
erlaubte auch nicht eine so breite Behandlung der Gegen- 
stände, ohne dass das Ganze etwas roh ausgefallen Ware. 
Ich entschloss mich also für Enkaustil; und sah, nachdem 
die Rahmen eingesetzt waren, dass das Malen auf die 
Mauer selbst der Ausführung grosse Hindernisse bereitet 
hätte. Da die Bilder nämlich dem vollen Lichte gegenüber 
stehen, wird die nasse Farbe zum Spiegel und der Ton 
selbst ist unsichtbar." Um ein leidlich gutes Licht herzu- 
stellen, 
SO NYLII" 
wären grosse Nbrkehrungen nöthig geworden und 
ich heilfroh, auf der Nlauer nur die Rctouche noch 
zu vollbringen, welche ich unternahm, während vom jungen 
NVestphal die Wände und Uinrahmung der Bilder herge- 
stellt wurde.  Enthalten die sechzehn Bilder die Abenteuer 
des Odysseus, so fand die andre Hälfte das Leben der 
Penelope, überhaupt die Vorkommnisse im Palast des 
Odysseus in dem gegebenen Raume keinen andern Platz, 
als in der Predelle, womit ich als 1.11HLlSClTLIfISIULIlCY ganz 
zufrieden war. Da die sämmtliclien Compositionen vasen-
        

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