Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470966
EBEN. 
NEUES 
Reise noch mal in den Süden führen und du mag er etwas 
Neues Willkommen heissen. Das viele Sehen bereichert 
nicht, das gründliche Sehen bereichert die Phantasie und 
fordert zum eignen SchaHen auf. Friedels Aufträge lauten 
Rom, ein Zeitverlust wiir ein Unrecht an der Suche. Seine 
Entwürfe für CLIDOSSLI und Cainpo d'Annibale, von denen 
er Photographien geschickt, versprechen interessante Bilder 
zu werden. Seine Briefe sind voll Glückes, wieder in dem 
gelobten Lande zu sein, damit aber die Stimmung nicht 
monoton werde, erscheint Zuweilen ein sehnsüchtiger Ton 
hindurch. Mag er so mulenlu  
Da der Bau des Museums eine Reihe von juhren be- 
anspruchte, hätte Preller mit der Ausführung seiner lNand- 
gemälde warten müssen, wenigstens bis zur Fertigstellung 
der für ihn bestimmten nördlichen Galerie. Um aber die 
Eröffnung des neuen Baues nicht zu verzögern, hatte er 
ein Mittel gefunden, seine Arbeit schon während desselben 
zu vollenden. 
Preiler gibt selbst darüber Auskunft. nDfl sich das 
Malen auf die Mauer immer mehr verspätete und ich 
endlich die Mauer noch nicht trocken genug hielt, bestellte 
ich eiserne Rahmen, die in Mitte der Rahmenstärlte mit 
einem Drahtgitter versehen und von beiden Seiten mit 
Kalk ausgefüllt wurden. Diese Masse trug den Charakter 
der Mauer, und hat sich als solche später bewährt. Im 
Jahre I865 begann ich die, farbigen Bilder auf diesen 
Rahmen im Atelier zu malen, was mir tinfanglich die 
Arbeit sehr erschwerte, da ich immer nur zwei Bilder 
vergleichen konnte, wohl aber der Ton in allen sechzehn 
Bildern, hauptsächlich in der Kraft, annähernd festgehalten 
werden musste, sollten die Bilder nicht den Charakter von
        

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