Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470952
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Neuss 
EBEN. 
abzulassen und für den Holzschnitt selbst zu zeichnen, hat 
mir grosse Lust gemacht, das Unmögliche zu versuchen 
und den Antrag anzunehmen. Ich könnte in dieser Zeit 
noch einen Kopf und noch ein paar Hände gut verwenden. 
Schade, dass man beides nicht bei Bauer u. Sohn kaufen 
kann! Die Cartone sind jetzt in Leipzig in der Rotunde 
aufgestellt und werden wahrscheinlich dort bleiben. Neu- 
gierig bin ich schon, die Sachen endlich einmal anständig 
aufgestellt zu sehenw. Die Cartons gingen in der That 
bald darauf in den Besitz des Museums zu Leipzig über. 
vVon Friedrich hatte ich kürzlich Nachricht aus Rom, 
er scheint Heissig zu sein. Kürzlich hatte er eine Kom- 
position der schwersten Art unternommen: Das Paradies! 
Begierig bin ich, zu sehen, wie er die Aufgabe gelöst. Ich 
selbst trage schon lange den Gedanken mit mir herum, 
bin aber noch nicht aufs Reine gekommen und werde wohl 
damit stecken bleiben. Ich freue mich der Verwegenheit 
Friedels, kommt nichts dabei heraus, ist die Niederlage 
doch nicht ohne Ehre, andre Namen als der seine haben 
auch dabei Schliff gebacken. Dass Einem in Unteritalieil 
der Gedanke des Paradieses näher liegt als in Norwegen, 
oder auch im geliebten Tyrol, das werden Sie mir wohl 
glauben. Wer weiss, ob es in der Wirklichkeit mit Neapel 
wetteifern könnte! Ich würde am italischen Paradiese 
wenig auszusetzen 
wählen hätte, nur 
haben, wenn ich für 
die Wahl unter den 
meine Person zu 
Even würde mir 
einige Beschwerden verursachen. Friedel bekam plötzlich 
die Sehnsucht, auf vier Wochen Sicilien zn sehen. Ich habe 
ihm nicht zugeredet, er hat für das, was er sich vorge- 
nommen, nur knappe Zeit, und mit vier Wochen lässt sich 
nichts Gründliches erobern. Später wird ihn wohl die
        

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