Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467947
DER 
SCHÜTZLIXG 
(301 
HES 
UND 
KARL 
AUGCSTS. 
gestossenerir. Bekanntschaft zu machen war er zu schüch- 
tern, ja seine Schüchternheit ging so weit, dass ihm der 
Muth fehlte im Speisehatise unter lauter fremden Menschen 
zu sitzen, und er daher vierzehn Tage lang nur von Obst 
und Brod lebte. Auch ökonomische Berechnungen stellten 
ihm das als vortheilhaft dar. Aehnliches erzählt Ernst 
Rietschel von sich in seinen Selbstbekenntnissen.I Bevor 
die von seinen Gönnern unterstützte Erlaubniss zum Copiren 
in der Galerie eingelaufen, durchstreifte Preller die Gegend 
nach verschiedenen Seiten, um das Feld für künftige Natur- 
studien zuerst zu überblicken. Als aber endlich nichts 
mehr im Wege stand, die Galerie zu benutzen, eilte er an 
den Ort seiner Wünsche. Die Bilder waren damals noch 
in dem Bau am alten Neumarkt aufgestellt. Der Anblick 
des grossen Raumes mit all den Herrlichkeiten wirkte so 
überwältigend auf ihn, dass er an der Thür stehen blieb 
und seinen Platz nicht eher verliess, als bis der Galerie- 
dietier ihn fragte, ob er hier jemand suche? Auf Vor- 
Zeigen seines Erlaubnissscheines wurde er zum Inspektor 
Demiani geführt. Auf die Frage, was er zu copiren denke, 
zeigte er freilich gleich auf zwei Bildter, das eine von 
Ruistlztel, das andre von Paul Potter, was ihm eine sehr 
höhnische Entgegnung eintrug. Der arme Knabe stand 
niedergedonnert vor Schreck und hatte keine Worte, bis 
der Diener sich seiner erbarmte und ihm rieth, erst doch 
etwas Leichteres zu wählen, und ihm bei der Wahl zu 
Rathe ging. Dieser Mann wurde sein besonderer Gönner. 
Mit ihm zugleich betrat er fortan täglich die Galerie zu- 
erst und verdankte seiner Führung darin manches. Denn 
Oppnvnann, 
FHSI 
Rietsclae] 
Leipzig 
18x
        

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