Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470890
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KAMPF 
UND 
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dic inerkwürdigste Wirkung aus; denn er glatubr in jedem 
folgenden Bilde der Reihe eine Steigerung zu erkennen, 
um voni letzten zum vorletzten und zum ersten zurück- 
kehrend, den Eindruck gleichsam einer Zilrücksteigerung 
durchzuempiindcn. 
Wie das ganze Werk von der reifsten künstlerischen 
Kraft auf der Sonnenhöhe ihres Könnens mit Fleiss und 
einer 
Zurücksteigcru11g 
Liebe erschaffen worden, so ist jedes einzelne Gemälde 
so vollendet schön in sich, dass es auch für sich allein 
unwiderstehlich anzieht und fesselt. Und dabei mit welcher 
Einfachheit der Darstellungsmittell Das schönste Helden- 
lied der Welt hat hier, in den Ausdrucksformen einer 
andern Kunst eine zweite Sprache gefunden, ebenso beredt 
und bezaubernd und ebenso dauernd wie jene der Dichtung. 
Gewöhnlich werden bei der Betrachtung von Prellers 
Odysseebildern die griechischen Landschaften von Rottniann 
zum Vergleich herbeigezogen. Rottmann, in aller seiner 
Bedeutung, kann dabei nicht nur nicht zu seinem Recht, 
er muss dabei sogar zu Schaden kommen. Preller schätzte 
ihn sehr, in der Strenge seines Stils, in dem Grossen und 
Idealen seiner AuPfassung erkannte er das ihm Verwandte 
an. Aber er musste doch das Vedtttenhafte bei ihm ab- 
lehnen. Fast alle Rottmannschen Landschaften sind, wenn 
immer in etwas freier Behandlung, Ansichten, NVietlergaben 
von bestimmten Gegenden, und ihre Staflagen nebensäch- 
lich behandelt. Das aber, was man sonst Statlfage nennt, 
ist auf Prellers Odysseebildern zum Mittelpunkte geworden, 
zum eigentlichen Vorgang, der den Charakter der Land- 
schaft bedingt, und in seiner Schönheit und künstlerischen 
Vollendung für sich selbst schon auf die Sinne und auf 
das Gemüth wirkt. 
        

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