Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470885
KAMPF 
VERLUST. 
UND 
DRIT T. 
ZUR 
CARTONS 
Dus 
ODYSSEE. 
B5 
Landgut zu bebauen. NVir sehen auf dem Bilde einen gm 
stattlichen Besitz im Gebirge, einen gesicherten Burgenbziu 
mit breiter Terrasse und dicht belaubten Rebengängen. 
Vorn ist ein Gartengehöft und ein Brunnen, und der Greis, 
trotz seiner Jahre, noch grabend und pHanzend thätig. S0 
findet ihn Odysseus und bleibt in1 Rücken des Alten 
stehen, mit Wehmuth ihn betrachtend. 
nAls nun jenen erblickte der herrliche Dulder Odysseus, 
Wie er geschwächt von Alter und tiefin der Seele betrübt war, 
Stand er am mächtigen Stamme des Birnbaums, Thriinen 
vergiessend, 
Und er erwog hierauf in des Herzens Geist und Empfindung 
Ob er mit Küssen den Vater umarmte und ihm auf einmal 
Sagte, 
wie 
heim 
komme, 
gekehrt 
zu denl Lande 
Väter  
der 
In dieser Stellung gespannten Erwägens schliesst die 
Gestalt des Helden die Bilderreihe ab. Odysseus aber darf 
nur einen Namen aussprechen, der Alte sich nur um- 
wenden, und mit einem jubelruf werden Vater und Sohn 
sich in den Armen liegen. 
Bei der Betrachtung einer Reihe von herrlichen Werken, 
die einen Zusammenhang unter sich haben, wird gewöhn- 
lich eine Untersuchung angestellt, welches von ihnen wohl 
das schönste sei? Es ist dies aber eine Unart der Menschen, 
die um ihre Überlegenheit zu zeigen, schnell bei der Hand 
sind, eins, auf Kosten der übrigen, als die nKroneu oder 
die nPerlea des Ganzen zu bezeichnen. Wer Gleichwerthiges 
vergleicht, wird im besten Falle nur seinen Geschmack, 
seine Liebhaberei zu verstehen geben. Auf den ruhigen 
und tinbefangenen Kunstfreund aber üben diese Gemälde 
ROQUETTE- 20
        

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