Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470717
283 
KAMPF 
uxn VERLUST, 
Du 
CARTONS 
ZUR 
DRIT' 
Onvssu 
Ganzes dastehen wird, hat sie Derartiges nichts zur Seite. 
Ich denke damit dem Einen oder Andern einen Weg zu 
zeigen, auf dem er dann weiter gehen kann, als meine 
Kräfte zuliesseim. 
Da nun 
der Odyssee 
in München 
die Curtons der endgültigen dritten Fassung 
sich auf der Reise zu einer neuen Ausstellung 
befinden und Preller zur Kur nach Karlsbad 
gegangen ist, mag in der Zwischenzeit, bis zu einer neuen 
Wendung seines Lebens, die Bilderreihe seines Meister- 
werkes noch einmal an uns vorübergehen. Bei der Be- 
trachtung derselben ist jedoch Eine Frage, welche wohl 
schon aufgetreten ist, hier durchaus abzuweisen, nämlich: 
YVarum der Künstler grade diese Situationen und tiicht diese 
und jene andre aus der Odyssee gewählt, warum er z. B. 
der Penelope nicht eins der grösseren Bilder gewidmet 
habe? Die Hauptsituationen der Irrfahrt des Odysseus hat 
er jedenfalls herausgegriffen. Er brauchte für seine Dar- 
stellungen das Landschaftliche, Frau Penelope aber tritt 
in der Odyssee nicht ein einziges mal in landschaftlicher 
Umgebung auf, sie ist ganz auf das Haus beschränkt. Über- 
gangen hat er sievnicht, wie der herrliche Predelleiu-Fries 
zeigt, welcher so schön von ihr Kunde zu geben weiss. 
Aber das sind im Ganzen müssige Fragen und Antworten, 
wenn es sich nicht um eine tiefer zu begründende Dar- 
legung des Unterschiedes zwischen Dichtung und Malerei 
handeln soll; ein verführerisches Beiwerk, welches von 
dem knappen Rahmen einer Biographie ausgeschlossen 
werden soll. Was den Künstler betrifft, so hatte er 
keine Verpflichtung, in seinem monumentalen Werke die 
Odyssee zu nillustrirena, er benutzte ihren Inhalt, wie oder 
wo er ihm näher trat, für seine Darstellungen, und jede
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.