Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467928
Scuü 
ING 
UND 
Gosrmas 
KARL 
AUGCSTS. 
ersten Bestiche nungefähru fünfzehn Jahre alt wiar, so wird 
derselbe in das Jahr 1819 gefallen sein. Im Jahre 1821 
aber erwähnt Goethe seines jungen Gehülfen ausdrücklich 
im Zusammenhänge mit seinen meteorologischen Studien. 
ßDie atmosphärischen Beobachtungen in der Mitte des April 
waren merkxrürdig, so wie der Höhenrauch vom 27. Juni. 
Der junge Preller brachte meine Wolkenzeichnuiagen ins 
Reine, und damit es an keinerlei Beobachtungen fehlen 
mögen u. s. w. (Annalen)  
Der noch sehr junge Preller sah sich aber bereits in 
der Nothwendigkeit, um den Eltern womöglich jede Aus- 
gabe zu ersparen, für seinen Unterhalt selbst zu sorgen. 
Er begann für den Buchhändler Hofmanti untergeordnete 
Arbeiten zu übernehmen, die ihm den ersten Geldverdienst. 
veinige siebzig Thalera, einbrachten. So auch illuminirte 
et die Kupfer für das damals viel gekaufte Bertuclfsche 
Bilderbuch (1820) und für ein Werk über Obstktiltur. nlch 
erhielt von dem einen oder andern Werke zeitweise fünfzig 
bis hundert Blätter, dazu die nöthigen Farben und eine 
Vorschrift, nach welcher die empfangenen Blätter genau 
ausgemalt werden mussten. Die Latngxx-eiligkeit einer sol- 
chen Arbeit kann nur der verstehen, der sich selbst damit 
beschäftigt hat. Und doch, obwohl der höchste Preis für 
hundert fertige Blätter nie die Summe von fünf Thalei'n 
überstieg, hatte ich mir im Laufe des ersten Winters 
fünfzig Thaler verdiente. Das waren trübselige Brodarbeiten, 
neben welchen die künstlerischen Uebungen doch auch 
betrieben werden mussten. In der Oelmalerei war Preller 
unter Meyers Leitung schon so weit gediehen, dass er 
einige Copieen nach älteren Bildern anfertigen konnte. 
Zugleich aber begann er die Enge Weimars zu einplinden,
        

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