Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470668
KAMP 
UND 
VERLUsr 
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DRITTEN 
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233 
noch ausgearbeitet sein. Mit neuer schöpferischer Lust 
wendete er sich grnde diesem Theil seines Werkes zu, 
um eine Reihe der entzückendstexi kleinen Gruppen und 
Gestalten in,s Leben zu rufen. 
Preller war in dieser Zeit, bis zum Eintritt des Winters 
ein glücklicher Mann. Aber für das Glück, welches dem 
Genius des Künstlers zu Theil wurde, forderte das Schicksal 
von dem Menschen ein furchtbares Opfer. Ein Verlust 
traf ihn, der einen Bruch in sein ganzes Dasein riss, dass 
er wie gelähmt vor dem Unerwarteten stand. Frau Marie, 
die sich niemals gestattete unwohl zu sein, welche nur 
für das bVohlsein der Ihrigen lebte, erkrankte plötzlich 
und starb kurz darauf (2. Dec. 1862). Die drei Söhne 
gewttnnen noch die trtturige Genugthttung, am Todesbette 
der Mutter vereinigt zu stehen. Preller war innerlich und 
iiusserlich wie gelähmt. In seinen Briefen aus der nächsten 
Zeit hat er kaum Worte für seinen Schmerz, sie klingen 
dürftig, gegen seine frühere Ausgiebigkeit. Sieben Jahre 
darauf schrieb er: vEin herbes Schicksal entriss mir die 
treue, geistig begabte, liebe Frau. Sie war es, die die 
Arbeit durch ihr lebendiges Interesse an allem Schönen 
zuerst angeregt und bisher alle meine Studien mit durch 
lebt hatte. Die Freude an der vollendeten Arbeit sollte 
ihr 
nicht 
werden. 
Im 
Schaffen 
allein 
fand 
ich 
Trosm. 
Das konnte er nach einer Reihe von Jahren wohl 
niederschreiben, allein selbst nachdem die erste Betäubung 
des empfangenen Schlages gewichen war, lag in dem 
Schaffen fürs erste doch auch nur ein trauriger Trost. 
Vierzehn Tage nach dem Tode seiner Gattin schrieb er 
an Frau Storch: nSie wissen, wie wenig Andre meiner 
Freunde, was ich besessen, was ich verloren habe. Wie
        

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