Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467906
Scuüufzuxc 
G01 
KARL 
UND 
AUGUSTS. 
dem nahen BOtzu bis zu dessen Tode, besuchte ihn auch 
mit seiner Familie gern in dem behaglichen Försterhiiuschen. 
Der alte Botz war ein unterhaltender Mann und Wusste 
schöne jagdgeschichten zu erzählen. So einmal von einem 
Treibjagen des Hofes, wo man einen prächtigen Hirsch 
lange verfolgt hatte. Er war den Jägern endlich aus dem 
Gesicht gekommen. Da, bei einer Wendung des Weges, 
sieht der Förster das edle Thier seinen schönen Kopf mit 
dem prächtigen Geweih aus dem Dickicht hervorstrecken. 
nWar es doch, erzählte der Alte, als 0b ein Schiller oder 
Goethe mich angeschaut hättela 
Es heisst auch anderswo, Preller sei dadurch, dass sein 
Vater dem jungen Erbprinzen Karl Friedrich Unterricht im 
Modelliren gab, miiedei" zur Kunst zurückgezogen worden. 
Er mag eine neue Anregung dadurch empfangen haben, untreu 
wäre er der Kunst niemals geworden. Bemerkenswerther 
ist, dass die Befähigung des Vaters Preller doch nicht zu 
gering erschien, um vom Grossherzog einige Würdigung 
zu erhalten. 
Mit vierzehn Jahren scheint Pre1lei' das Gymnasium 
xerlassen zu haben, um in dem Zeicheninstitute die Grund- 
lage für die Kunst zu empfangen. Eingetreten war er in 
dasselbe bereits 1814 und nahm am Unterrichte Theil bis 
zum Jahre 1821. Meyers Lehre war jedoch wenig anregend, 
und am wenigsten geeignet, jemand für die Kunst anzu- 
regen. Er war verstimmt gegen die Neueren, und erwartete 
auch von den aufstrebenden jüngeren nichts mehr. Nach 
und nach wurde er doch aufmerksam auf Preller, besehäf- 
tigte sich mehr mit ihm, 
im Oelmalen zu geben. 
Kunst und Wissenschaft 
erbot sich sogar, ihn] Unterricht 
Goethe, der den Instituten für 
Vorstand, und besonders seine
        

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