Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470498
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ITALIENISCHE 
TA sraßü cum. 
NEAPEL, 
SORRENT 
ÄAPRI 
Nächte crquicklich und frisch. 
Wochen hier zu bleibenu. 
Ich 
denke 
drei 
bis 
vier 
(Capri, 1. Juli.) nHeut beginnt der heisseste Monat, 
und ich hoffe ihm die Stirn bieten zu können, du mir sein 
Vorgänger mancherlei gebracht hat, was jetzt abgethan zu 
sein scheint, Kopf- und Zahnweh, sowie Hitzbeulen über 
den ganzen Körper hatten mir manche schlailose Nacht 
bereitet. Bei miissigerei" Hitze und dem steten schönen 
Wetter müsste viel zu vollbringen sein, aber leider können 
wir des Morgens bis höchstens II Uhr arbeiten und ver- 
lieren des Nachmittags wieder die Zeit bis 4 Uhr, weil in 
dieser Zeit die Hitze bei der Arbeit nicht zu ertragen istrr. 
(10. Juli.) nBci tillem Grossen und Herrlichen hat 
Capri auch seine kleinen Schattenseiten, Fliegen von allen 
Gattungen belästigen uns unausgesetzt. Ich verbrachte 
einige Nächte ohne jede Spur von Schlaf, doch bin ich 
wohl und erhalte mir die Freude an der Natur und meiner 
Aufgaben. 
nVorgestern schlug Friedrich einen Spaziergang nach 
den Ruinen des Schlosses des Tiberius vor. Der Tag war 
sehr heiss, daher traten wir unsre Wandrting erst Nach- 
mittag j Uhr an, kamen aihnählig aus den Mauern der 
Vignen und ühersahen einen grossen T heil der Insel. 
Gegen Sonnenuntergang erreichten wir den höchsten Punkt 
der Ruinen. Da wir, trotz der ailmähligen Steigung da- 
hin, doch sehr erhitzt waren, trziten wir eine Weile 
an eine zugfreie Stelle und dann erst auf den Punkt, 
wo man die Ansicht nach dem Cap Campanellzl und der 
ganzen Küste nach Salerno hat. Was soll ich von dieser 
wahrhaft majestätischen Ansicht sagen? Links der Golf 
von Neapel mit all seinen Herrlichkeiten, der sich von
        

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