Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467893
DER Scr 
FZLING 
G01 
THES 
UND 
KARL 
AUGUST 
macht. Prellei" selbst erzählt es anders. Er hattte Radierungen 
von Ridinger zu Gesicht bekommen, in welchen ihn ein 
inneres Naturleben, das Zusammengehörige in der Land- 
schaft, der Wälder und der darin sich bewegenden Thiere 
so mächtig anzog, dass er nicht müde wurde, diese Blätter 
nachzuzeichnen. nUnd da man mir sagte, Ridinger sei 
Forstmann gewesen, so gewann der Gedanke, auch ein 
solcher zu werden, nach und nach Raum in meinem Kopfe. 
Diese Idee fand weitere Nahrung in einem Freundschafts- 
verhältniss mit dem Sohn eines Oberförsters, der in Weimar 
geometrische Studien betrieb, und in unsrer Familie wohnte. 
Oft begleitete ich ihn in seine Heimat und auf die Jagd, 
und wie alles, was ich irgend tinternahm, mit Leidenschaft 
geschah, so wurde auch das Jagen mit glühendem Eifer 
betrieben. Ich war selig, wenn ich etwas erlegt hatte. 
Bei diesem Leben, das ungefähr zwei Jahre dauerte, xxitlrd 
jedoch das Zeichnen von mir nicht vernachlässigt, sondern 
im Gegentheil nur in grösserem Maßstabe fortgesetzt. 
Die Stunden bei Hofratl1 Meyer versäumte ich nie, und 
die jährlichen Ausstellungen trugen mir stets eine Aus- 
zeichnung Gina. Es kann sich also hier nicht um ein 
wirkliches nLehrjahra beim Förster handeln, sondern um 
eine iugendliche Vorliebe für Wald und Jagd, welche ihn 
durch zwei Jahre häufig hinaus zog. Welchem heran- 
wachsenden Jüngling wird es nicht zeitweise herrlicher 
dünken, mit der Büchse umherzustreifen, als auf der Schul- 
bank zu sitzen? Ich habe nicht gehört, dass Preller in 
späterer Zeit noch sich der Jagdliebhziberei hingegeben. 
Mit dem Leibjäger des Grossherzogs wird er in Tristadt 
eben auch auf die Jagd gegangen sein, und das Fest des 
Ditchsgrabens gefeiert haben. Befreundet aber blieb er mit
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.