Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467886
SCHÜTZLING 
DER 
ETHES 
G01 
UND 
KARL 
Auousrs. 
Die 
Familie 
Preller 
wohnte 
einem 
kleinen 
Hause 
in der Teichstrasse, bei dem Grossvater von mütterlicher 
Seite, der eine kleine Oekonomie betrieb. Nebenan war 
das Haus des Theaternmlers Heideloff, eines Bruders des 
bekannten Architekten. Mit dem zweiten Sohne desselben, 
Alfred, Watt Friedrich befreundet, und wurde, da beide das 
gleiche Kunststreben erwachen fühlten, sein von ihm un- 
trennbarei" Kamerad. Der Vater Heideloffs bemerkte in 
dem jungen Nachbar Liebe und Talent für das Künstlerische, 
und so gab er ihm kleine Aufträge in seiner Werkstatt, 
reichte ihm auch gelegentlich Vorlegeblätter. Das Lob 
des Meisters regte den Knaben an, und bald erschien es 
ihm als" das schönste Lebensglück, unter seiner Leitung 
Maler zu werden. Allein noch ehe Friedrich confirinirt 
wurde, verunglückte Heidelofl durch einen Sturz von der 
Leiter und starb. Der Kunstjünger war vielleicht trostloser 
als die eignen Kinder des Verstorbenen. Auch den Tod 
seines Freundes, des jüngeren Heidelolf, hatte Preller früh 
zu beklagen, da dieser, der die Kunst ebenfalls erwählt 
hatte, in Paris sehr jung verstarb. 
Ohne alle Anweisung machte Friedrich fortan seine 
Studien in den Wäldern. Dann aber, und zwar fürs Erste 
neben dem Schulunterricht, besuchte er die Zeichenstunde 
unter der Aufsicht des Hofrath Meyer, um später in das 
von ihm geleitete Kunstinstitut überzugehen. Aus seinen 
Waldstreifereien entwickelte sich in dieser Zeit eine Vor- 
liebe zur jägerei, die so Weit ging, dass er schwankte, 0b 
er statt der Kunst nicht den jägerstand erwählerl sollte. 
Eine Aufzeichnung darüber sagt sogar, Preller habe nach 
seiner Einsegrurlng bei dem Leibjiigel" des Grossherzogs, 
Borz in Trisradt, sein Lehrjahr als junger Jäger durchge-
        

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