Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich Preller
Person:
Roquette, Otto
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1467404
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1470303
PFALIENISCH! 
TAGEBÜCHER. 
BIEAPEL, 
CAPRI. 
SORRENT, 
"2i7 
die llnalulllzlltSzlnl vernichtet, was ihrem Rathschluss ent- 
gegentritt. Neapels blaues Meer gleicht einer ernsten Muse, 
die ihren Gesang vorträgt. Im höchsten Affekt ist sie 
immer schön. Mit dem Schicksal hat sie nichts zu schallen. 
Bei der immer höher steigenden Sonne erreichte Land 
und Meer seine vollste Glorie in der Farbe, und diese zu 
beschreiben ist eine Unmöglichkeit. Diese Pracht muss 
man sehen. Ich wurde nicht satt, das einzige Schauspiel 
zu bewundern. Ware mir in diesen Stunden der dreizack- 
bewallinete Neptun in reichem Gefolge von Nereiden und 
Tritonen erschienen, ich würde nicht Eiberrascht worden 
sein. Die Fabelwelt der Griechen mit all ihrer Schönheit 
wird uns hier verständlich, und deren Entstehung erklärlich. 
XVie gern würde ich hier Skizzen zu meiner Odyssee 
malen a l 
vNoch gestern hielt der Wind an, und wir machten 
einen zweiten Besuch am Cap, diesmal meine Frau mit. 
(i)linda hat diesen Ausflügen für immer entsagt, da ihr 
das NVasser gewisse Beschwerden rege macht. Obgleich 
die See ziemlich hoch ging, legten wir die Strecke doch 
ohne jeden Unfall zurück, und hatten abermals die herr- 
lichsten malerischen Erscheinungen. Nachmittag um drei 
Uhr kehrten wir nach Sorrento zurück. Die Hitze wird 
jetzt schon so bedeutend, dass es gerathen ist nicht vor 
drei Uhr Mittags an die Arbeit zu gehen, wenn man nicht 
tinmittellwar an die See zu sitzen kommt. Der regelmässig 
eintretende leise NVind ist angenehm und erlaubt das Ar- 
beiten ohne Unterbrechung an günstiger Stelle u. 
(3. juni). n Stets herrliches Wetter. Unsre Ausflüge 
erweitern sich, doch meist zu NVasser, da das Land rund- 
um von der Stadt aus schnell steigt, und die Panorama-
        

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